Pleysteiner Holzschnitzer
"Theater um Museum"

Die Pleysteiner Holzschnitzer wählten das Führungsteam mit Vorsitzenden Gerhard Müller, Stellvertreter Gerhard Janker, Schriftführerin Angelika Kleiner und Kassier Josef Schmid (vorne, von links) einstimmig wieder. Beisitzer sind Josef Weig, Lothar Bock und Tobias Forster (hinten, von links). Die Kasse prüfen Reinhold Brey und Markus Wallner (Zweiter und Dritter von rechts). Bürgermeister Rainer Rewitzer (links) gratulierte zur Wahl und dankte für die Übernahme der ehrenamtlichen Tätigkeit. Bild: bey
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Pleystein
14.03.2016
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Die Pleysteiner Holzschnitzer planen an Weihnachten nach mehrjähriger Pause wieder eine Krippenausstellung. Allerdings nicht im Stadtmuseum, weil es dort keine entsprechenden Räume gibt.

Die Vertreibung aus dem Stadtmuseum treibt Vorsitzendem Gerhard Müller noch immer die Zornesröte ins Gesicht, der dafür die Stadt und den Museumsarbeitskreis als Schuldige ausgemacht hat. Noch 2015 seien die ersten Schritte für die Schau vorbereitet worden, informierte Müller in der Jahreshauptversammlung. Mögliche Aussteller müssten sich an den Vorbereitungen sowie dem Auf- und Abbau beteiligen, betonte Müller.

Schnitzabende in Schule


Die 32 Schnitzabende waren in der Zottbachtalschule über die Bühne gegangen. Der etwas kostspielige Einbau einer neuen Beleuchtung in die Weihnachtskrippe in der Kreuzbergkirche sei eine Investition für viele Jahre, meinte der Sprecher. Mit neuen Poloshirts wollen sich die Holzschnitzer künftig in der Öffentlichkeit besser präsentieren.

Noch immer sei jedoch das Problem mit der Zuweisung von Räumlichkeiten im Museum nicht ausgestanden, bedauerte Müller. Die Dauersammlung im Museum existiere in der ursprünglichen Form nicht mehr, weil ein früheres Mitglied der Holzschnitzergemeinschaft die Eigentümer der Exponate dazu gebracht habe, sich diese aushändigen zu lassen. Seine Hoffnung sei gewesen, die ordnungsgemäß verpackten Holzschnitzerarbeiten "doch wieder einmal" bei einer möglichen Einigung über die Nutzung des Museums zeigen zu können. "Das Museum ist für die Schnitzer momentan gestorben." Stadt und Museumskreis hätten bei der Entscheidung "einen "Bock geschossen", meinte der Vorsitzende.

Bürgermeister Rainer Rewitzer lobte die Schnitzergemeinschaft für die vielen Schnitzabende in der Zottbachtalschule. Hier entstehe eine Verbindung zwischen der Bildung, die in der Schule vermittelt werde, und dem Wissen, das von den Schnitzern weitergegeben werde, sagte das Stadtoberhaupt.

Die Teilnahme am Tag "Verein macht Schule" gebe die Möglichkeit, Kindern das Hobby näherzubringen. "Ein trauriges Kapitel" bleibe nach Ansicht Rewitzers die Auseinandersetzungen um die Raumverteilung im Museum. Er finde darauf auch keine richtige Antwort. Die Ergebnisse der Gespräche seien aus der Sichtweise jeden Teilnehmers glaubhaft erzählt, die Interpretation könne sich unterscheiden.

Der Abschied der Interessengemeinschaft aus dem Museum sei aber schade. "Ich möchte das Beste für alle", meinte der Rathauschef. Dazu gehöre ein Konzept, wie es derzeit zu sehen sei. Dennoch sei das "Kapitel Museum" noch nicht abgeschlossen.

Anschließend schilderte Müller nochmals seine Bemühungen um Verbesserungsmaßnahmen an mehreren Zimmern, die nach deren Beendigung vom Museum mit seiner Leiterin Grete Reger übernommen wurden. Deren eigene Anstrengungen um die Renovierung der Räume seien vorher nämlich erfolglos gewesen, sagte der Vorsitzende. Ihm stehe "das Theater um das Museum fast schon über dem Kopf".

Den Holzschnitzern sei es um eine Aufwertung des Museums gegangen, ohne bei Gesprächen in Tränen auszubrechen, wie dies von der "anderen Seite" bekannt wurde. Hans Baier aus Schwandorf schlug die Bildung eines Gremiums mit Vertretern der Stadt, der Interessengemeinschaft der Holzschnitzer und des Arbeitskreises Museum vor, die bisher an den Verhandlungen nicht beteiligt waren, um dann "in besonnenen Gesprächen" eine Lösung zu finden.

NeuwahlenBei den Neuwahlen bestätigte die Versammlung Gerhard Müller als Vorsitzenden. Stellvertreter bleibt Gerhard Janker. Schriftführerin ist Angelika Kleiner. Um die Finanzen kümmert sich Josef Schmid. Als Beisitzer wurden Josef Weig, Tobias Forster und Lothar Bock (beide neu) in geheimer Abstimmung gewählt. Die Kasse prüfen Reinhold Brey und Markus Wallner (neu). Gerhard Janker kümmert sich als Holzwart um die Beschaffung der notwendigen Rohstoffe. (bey)
Das Museum ist für die Schnitzer momentan gestorben.Vorsitzender Gerhard Müller
Ein trauriges Kapitel.Bürgermeister Rainer Rewitzer
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