Pleysteiner Schnitzergemeinschaft
Holz-Kunstwerke kehren zurück

Altbürgermeister Willi Reil, Edi Gries von Museumsarbeitskreis, Initiator Anton Pöpperl und Bürgermeister Rainer Rewitzer (von links) sind froh, dass die Exponate der Schnitzergemeinschaft nun wieder im Stadtmuseum zu sehen sind. Bild: tu
Vermischtes
Pleystein
11.08.2016
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Vor zwei Jahren verließ die Pleysteiner Schnitzergemeinschaft das Stadtmuseum. Nun haben ihre hölzernen Exponate dort wieder einen Platz gefunden.

Zwischen Schnitzern und der Stadt sowie dem Museumsarbeitskreis gab es damals Unstimmigkeiten wegen eines Ausstellungsraums im Stadtmuseum. Nachdem die Hobbykünstler ihren ursprünglichen Platz im ersten Stock des Museums wegen der Einrichtung einer Infostelle des Bayerisch-böhmischen Geoparks räumen mussten. Als neuen Präsentationsstandort hatten sich die Holzschnitzer das nostalgisch eingerichtete Wohnzimmer im Erdgeschoss vorgestellt, Gemeinde und Museumsarbeitskreis favorisierten einen separaten Raum im selben Geschoss.

Einiges Hin und Her


Nach einigem Hin und Her gab es zwischen den Kontrahenten keine Einigung. Ergebnis: Die Verantwortlichen des Schnitzervereins nahmen alle Ausstellungsexponate ohne Anhörung der Aussteller aus dem Museum. Der Versuch, die Schnitzereien ins Museum zurückzuführen, scheiterte. Der Stadt war es ein Anliegen, die Exponate, vor allem auch die der bereits verstorbenen Aussteller, wieder im heimatkundlichen Bereich der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Nach mehreren Anläufen erklärte sich die Führungsriege der Schnitzergemeinschaft bereit, die Ausstellungsstücke wieder herauszugeben unter der Voraussetzung, dass die Beteiligten sie beim Vorsitzenden Gerhard Müller abholen. Für diese Rückholaktion hatte sich vor allem Anton Pöpperl stark gemacht, ein langjähriges ehemaliges aktives Mitglied der Schnitzergilde. Nun ist die jahrhundertealte Pleysteiner Schnitzertradition wieder im Stadtmuseum in dem von der Kommune und dem Museumsarbeitskreis ursprünglich vorgesehenen Raum zu sehen.

Am Dienstagabend dankte Bürgermeister Rainer Rewitzer dem Initiator Pöpperl für das Engagement. Arbeitskreismitglied Edi Gries bestätigte, dass die neu aufgebaute Schnitzer-Schau bei den Besuchern sehr gut ankomme. "Wir sind froh, dass diese Kunstwerke aus Holz wieder im Museum zu Hause sind." Folgende Aussteller zeigen ihre Exponate: Hans Schmid und Heinz Eichhorn (beide Vohenstrauß), Franz Spickenreuther (Pirk), Siegfried Hanauer, (Burgtreswitz) sowie Leni Jung, Katharina Stahl, Martin Beer, Thomas Wild, Liesl Wild, Josef Meier, Alfred Rappl, Max Strigl, Franz Bauriedl, Reinhold Janker, Roman Zehent, Gabi Schwandner, Peter Pflaum und Pöpperl (alle Pleystein). Die Stücke sind Leihgaben für eine Dauerausstellung.
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