Regierungspräsident Axel Bartelt in Pleystein
Probleme mit Flüchtlings-Zahl

Regierungspräsident Axel Bartelt (vorne) trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. CSU-Fraktionsvorsitzender Josef Windirsch, zweite Bürgermeisterin Andrea Lang, die Altbürgermeister, Willi Reil und Johann Walbrunn, SPD-Fraktions-Chef Werner Rieß und Rektor Heinz Kett verewigten sich anschließend ebenfalls. Bild: bey
Vermischtes
Pleystein
18.08.2016
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Regierungspräsident Axel Bartelt sicherte bei seinem Besuch am Mittwoch eine ausgewogene Belegung des ehemaligen BRK-Heims "Am Sonnenhang" mit Asylbewerbern unter Berücksichtigung von Familienstrukturen zu. Maximal 120 Personen werden dort wohnen, schätzte er.

Ob diese Zahl erreicht werde, hänge von der Entwicklung der Asylbewerberzahlen ab. Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang schilderte nochmals den Ablauf zur Genehmigung zur Umnutzung des ehemaligen BRK-Heims. Sie bedauerte, dass die von der Stadt gewünschte Begrenzung der Flüchtlingszahl auf ein "verträgliches Maß" nicht erfolgt sei. Ebenso sei kein Betreuungs- und Unterbringungskonzept aufgestellt worden.

Verträgliche Zahl


Die als verträglich genannten 1 bis 2 Prozent der Einwohnerzahl des Kernorts würde maximal 33 Asylbewerber bedeuten, rechnete Lang vor. Die Regierung der Oberpfalz geht bei dieser Berechnung aber von der gesamten Einwohnerzahl aus, korrigierte der Regierungspräsident.

Ängste und Sorgen


Unüberhörbar war der Wunsch der zweiten Bürgermeisterin: Eine Verbesserung der Informationspolitik, eine Beachtung der Verkehrssicherungspflicht und Benennung eines Ansprechpartners bei der Regierung. Diesen Wünschen wird die Regensburger Behörde nachkommen, um der Bevölkerung damit auch Ängste und Sorgen zu nehmen. Noch in der kommenden Woche wird ein Mitarbeiter im Rathaus die Probleme mit Lang erörtern.

Zur Gesprächsrunde im Rathaus gehörten weiter Josef Windirsch und Werner Rieß als Fraktionsvorsitzende von CSU und SPD, die Altbürgermeister Willi Reil und Johann Walbrunn sowie Rektor Heinz Kett. Lang sprach auch die Probleme um den Erhalt der Internationalen Jungen Orchesterakademie an. Mehr als 20 Mal sei diese Einrichtung in Pleystein gewesen und zeige sich als "wunderbare Sache", die junge Menschen, auch solche aus Krisenländern, zusammenbringe. Die Stadt helfe der Orchesterakademie, sei aber ständig auf der Suche nach weiteren Unterstützern. Deshalb bat Lang den Regierungspräsidenten, auch auszuloten, welche Fördertöpfe noch angezapft werden könnten. Weiteres Thema waren die Zuschüsse aus dem Kommunalen Investitionsprogramm, das für finanzschwache Gemeinde unerlässlich sei und aufrechterhalten werden müsse. Hier wünschte sich Lang vom Gast aus Regensburg, Pleystein bei der Vergabe von Mitteln, die andere Kommunen nicht abrufen, nicht zu vergessen. Bartelt nannte die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen im Freistaat eine Aufgabe mit Verfassungsrang. Mit den bisherigen Zuwendungen sei Pleystein bestens unterstützt worden, betonte der Regierungspräsident.
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