Schnitzergemeinschaft Pleystein feiern 45-jähriges Bestehen mit Ausstellung
Reine Handarbeit

Bei den Schnitzabenden im Werkraum der Grund- und Mittelschule Zottbachtal herrscht immer reges Treiben. Bild: tu
Vermischtes
Pleystein
10.10.2016
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Die Schnitzergemeinschaft Pleystein feiert heuer ihr 45-jähriges Bestehen. Von Weihnachten bis Heilig Dreikönig ist daher eine Jubiläumsausstellung im Bachofnersaal unter dem Motto "Handwerkskunst live" zu bewundern.

Die Vorbereitungen hierfür laufen unter der Regie von Vorsitzenden Gerhard Müller an. In übersichtlicher Form präsentiert er mit seinem Team auf 280 Quadratmetern rund 30 Weihnachtskrippen und zahlreiche sakrale sowie profane Figuren.

Die Schnitzergemeinschaft existierte früher eher in einem legeren Rahmen und wurde im Spätherbst 2005 in einen eingetragenen Verein umgewandelt. Von Mitte Oktober bis kurz vor Ostern geben sich die Hobbyschnitzer an den Dienstag- und Freitagabenden ein Stelldichein. Im Werkraum der Volksschule arbeiten sie an ihren groben Figurklötzen und kreieren daraus Madonnen, Statuen, Tiere oder Krippen.

Mit dem Zusammenschluss der Pleysteiner Holzschnitzer im Herbst 1970 wurde eine Tradition belebt, die in Pleystein Jahrhunderte zurückreicht. Während des Winters machte man sich einst an die aufwendige Tätigkeit des Figurenschnitzens. Aufbauend auf diesem Erbe hat man sich an die Gründung der Interessengemeinschaft vor über 45 Jahren unter der Regie des Gründungs- und jetzigen Ehrenvorsitzenden Hermann Schneider gewagt.

Im ersten Arbeitsjahr 1970/71 traf man sich im alten Knabenschulhaus. Dort wurde auf Anregung des damaligen Volksbildungswerkes auch ein Schnitzkurs mit dem Bildhauer Reinhold Hösl aus Plößberg durchgeführt. 1971/1972 gingen die Schnitzabende im Jugendheim neben der Kirche über die Bühne. Von 1972 bis 1984 fand die Gruppe im Dachgeschoss des mittlerweile nicht mehr existierenden Feuerwehrhauses ein neues Domizil. Da das Interesse an der Schnitzerei ständig zunahm, war jene urige Stube stets überfüllt.

Im November 1984 startete die Schnitzsaison im Werkraum der Volksschule, wo man heute noch beheimatet ist. Die Gemeinschaft hat im Laufe der vergangenen Jahrezehnte im Turnus von fünf Jahren mit großartigen Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht, so zuletzt in der Brauchtumsschau 2011/2012 zum 40-jährigen Bestehen. Anfänger und Beinahe-Profis boten einen Querschnitt der gesamten Palette mit Weihnachtskrippen, Heiligenfiguren sowie profanen Schnitzereien.

Dabei handelte es sich bei allen Exponaten durch die Bank um reine Handarbeiten. Darüber hinaus befindet sich im Stadtmuseum eine Dauerausstellung. Zur Öffentlichkeitsarbeit gehören ferner die Pflege und Aufstellung der Kirchenkrippen. Bei den Schnitzabenden kommen auch der Flachs und die Förderung der Kameradschaft nicht zu kurz unter den Hobbyschnitzern, von denen einige seit Beginn mit von der Partie sind. Routiniers geben den Neulingen gerne Hilfestellung.
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