Serenade in Pleystein
Winnetou bringt Miss Marple mit

Das Große Vereinsorchester aus Waidhaus unter Leitung von Hermann Mack begeisterte bei der Serenade auf dem Marktplatz 250 Zuhörer. Das Konzert am Donnerstagabend war gleichzeitig der musikalische Auftakt zum Bürgerfest-Wochenende. Bild: bey
Vermischtes
Pleystein
05.08.2016
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Musikalische Leckerbissen in einer lauschigen Sommernacht servierte das Große Vereinsorchester Waidhaus vor dem Pleysteiner Rathaus. Rund 250 Zuhörer waren zur Serenade gekommen.

Das Konzert war der musikalische Auftakt zum Festwochenende mit dem Multi-Kulti-Abend und dem Bürgerfest. Die Musiker ließen unter Leitung von Hermann Mack bekannte Filmmelodien, Polkas aus dem Egerland und Welthits aus Italien nahtlos ineinander übergehen. Josef Forster moderierte charmant und zog die Besucher geschickt in die Ankündigung der Musikstücke ein. Bürgermeister Rainer Rewitzer hieß die Gäste willkommen. Darunter waren viele Urlauber und Markus Bauriedl, zweiter Bürgermeister aus Waidhaus.

Aus Karl-May-Filmen


Mit dem Marsch "Hoch Heidecksburg" eröffnete das Orchester den Abend. Es war der Gruß an die Burg, die oberhalb dem thüringischen Rudolstadt errichtet ist. Mit Melodien aus den Karl-May-Filmen "Old Shatterhand", "Old Surehand", "Winnetou" und anderen setzte das Ensemble sein Programm fort. Nicht wenigen Besuchern werden die Bilder aus den Streifen aus den 1960er wieder vor den Augen erschienen sein. Das Plätschern des kleinen Brunnens am Marktplatz ersetzte ein wenig den Wellenschlag der Plitvicer Seen, wo viele der Filmszenen gedreht worden waren.

Bürgermeister Rainer Rewitzer durfte zum "Böhmischen Traum" den Taktstock schwingen. Er bat aber die Orchestermitglieder mit netten Worten, sich auf die Noten zu konzentrieren, nicht auf das, was dirigiert wird. Da kam Altbürgermeister Johann Walbrunn auch nicht herum, den "Kaiserjägermarsch" zu dirigieren und mitzusingen. Einem Hans Rosenthal gleich beendete er den Vortrag mit einem Luftsprung.

Nur Hufschlag fehlt


Dann hatte Mack wieder das Sagen vor dem Orchester. Auch Miss Marple fand den Weg auf den Marktplatz, bei der Titelmelodie aus der Serie "Bonanza" fehlte nur noch der echte Hufschlag der Pferde. Der "Maxglaner Zigeunermarsch", dessen musikalischen Ursprung Forster wieder in wohlgeformten Worten beschrieb, Egerländer Polkas frei nach Ernst Mosch und Welthits aus Italien beendeten die Serenade zunächst. Schluss war aber erst nach einer Zugabe und der Bayernhymne.
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