Stadtpfarrer Pater Hans Ring legt Zahlen vor
Viele freie Plätze in der Kirche

Pfarrgemeinderatssprecher Andreas Meier, Pater Reinhold Schmitt (von links) sowie Kirchenpfleger Hans Helgert und Stadtpfarrer Pater Hans Ring (von rechts) verabschiedeten Tobias Müllner (Mitte) nach 13 Jahren im Pfarrgemeinderat. Bild: bey
Vermischtes
Pleystein
14.11.2016
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Beim Pfarrfamilienabend als Rückschau auf die vergangenen zwei Jahre liegen Nachdenklichkeit und Zufriedenheit nah nebeneinander. Die Zahlen, die Stadtpfarrer Pater Hans Ring vorlegt, sprechen eine deutliche Sprache.

Der Geistliche nahm die im zweijährigen Rhythmus stattfindende Veranstaltung als Gelegenheit, statistische Zahlen und Entwicklungen in diesem Zeitraum mit früheren Zeitabschnitten zu vergleichen. Der Pfarrei gehören 1750 Katholiken an. 2015 und 2016 sind laut Ring 34 Kinder getauft worden, eine Zahl die genau doppelt so hoch ist, wie von 2013 bis 2014.

Erstmals zum Tisch des Herrn gingen im vergangenen Jahr 18 Kinder, heuer waren es 14. 2017 werden es wieder 17 sein, eine Zahl die sich wiederum exakt den Jahren 2013 und 2014 anpasst. Zur Firmung gingen heuer nur 29 Kinder, ein erheblicher Rückgang gegenüber 42 Kindern 2014, merkte der Seelsorger an.

Mit 31 Beerdigungen 2015 und bisher 20 Beerdigungen weichen diese Zahlen vom letzten Berichtszeitraum mit 50 Beerdigungen nicht allzu sehr ab. Der Geistliche hob aber hervor, dass heuer bereits fünf Bürger unter 60 Jahren verstorben sind. Die Kirchenaustritte 2016 mit zwei hier wohnenden Bürgern und zwei, die hier getauft wurden, halten sich in Grenzen, meinte Ring. 2015 seien 11 Personen aus der Pfarrgemeinde ausgetreten und weitere 10 Personen, die hier getauft wurden.

Der Kirchenbesuch im November mit 324 Besuchern ist allein gegenüber dem Februar mit noch 357 Besuchern gesunken. Noch deutlicher wird der Rückgang mit Blick auf 2015: Hier waren es im November 385 und im Februar 416 Gläubige. Deutlich ist auch das Minus bei den Kindern im Gottesdienst. Mit 32 Kindern im November wurde hier ein absoluter Tiefstand erreicht, bedauerte der Stadtpfarrer.

In den vergangenen beiden Jahren habe es in der Pfarrei Pleystein keine großen Feste gegeben, mit Ausnahme des 50. Jubiläums der Anwesenheit der Oblaten in Pleystein. Ausdrücklich dankte Ring nochmals für die vielen Glückwünsche und Geschenke zu seinem Geburtstag. 2500 Euro an Spenden habe er für den Wiederaufbau vom Erdbeben zerstörter Schulen in Ecuador weitergegeben.

Gute Zusammenarbeit


Stadtrat Max Müllhofer hob die gute Zusammenarbeit von Kirche und Stadt hervor. Seit 13 Jahren war Tobias Müllner Mitglied des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung. Wegen der Veränderung des Lebensmittelpunkts nach Vohenstrauß bat Müllner, seine Mitgliedschaft im Pfarrgemeinderat zurückgeben und auch seinen Dienst als Lektor beenden zu können. Ring dankte für die Mitarbeit, aber auch für die Bereitschaft weiterhin administrative Arbeiten zu übernehmen.

Mit launigen Anmerkungen führte Pater Reinhold Schmitt durch seine Power-Point-Präsentation über das Leben in der Pfarrei. Pfarrgemeinderatssprecher Andreas Meier dankte allen Mitgliedern der Pfarrgemeinde, der Stadt auch der heimischen Geschäftswelt für die regelmäßige Unterstützung.

Bericht des KirchenpflegersKirchenpfleger Hans Helgert betonte, dass die Menschen im Mittelpunkt der Pfarrgemeinde stehen. Deshalb gebe es nicht wie anderswo großartige Renovierungen. 49 Beschlüsse, davon 30 allein seien im Interesse und für den Kindergarten St. Elisabeth gefasst worden, berichtete der Sprecher.

Die zehn Personalentscheidungen seien "vertrauensvoll und human" in Absprache mit dem Pfarrer getroffen worden. Die Kinderkrippe konnte für dieses Jahr mangels Kinder nicht geöffnet werden, unabhängig davon würden die Räume aber voll genutzt, erklärte der Kirchenpfleger. "Das Geld ist nicht hinausgeworfen, nur die Struktur geändert." Die finanzielle Lage des Kindergartens sei so gut, dass die Defizitvereinbarung mit der Stadt noch nie in Anspruch genommen werden musste, berichtete Helgert.

Ausführlich berichtete er über die Sanierungsmaßnahmen in den beiden Kirchen und die Reinigung der Orgel in der Stadtpfarrkirche. Beim Rückgang der Kirchenbesucher stellte Helgert eine Annäherung an den Rückgang der Einwohnerzahlen fest. (bey)
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