Stromversorgung in Pleystein
Fast 15 Kilometer Kabel

"Mit den Leitungsbaumaßnahmen und dem neuen Schalthaus fließen rund 1,4 Millionen Euro in das Pleysteiner Stromnetz", informierte Netzbauleiterin Katja Lindner von der Bayernwerk AG (Zweite von rechts) Bürgermeister Rainer Rewitzer (Zweiter von links) und Geschäftsleiter Günter Gschwindler (links). Bild: pi
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Pleystein
26.10.2016
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Nördlich des Kreuzbergs steht nun ein neues Schalthaus einschließlich Erdverkabelung. Die Bayernwerk AG erhöht damit die Versorgungssicherheit und baut die überflüssigen Fernleitungen ab.

Lange Zeit hatte die 20-kV-Doppelfreileitung nördlich des Kreuzbergs zum Stadtbild gehört. Das alte Schalthaus im Finkerhammerweg war darüber an das Mittelspannungsnetz der Bayernwerk AG angebunden. Leitung und Gebäude haben nun ausgedient und sind durch neue Mittelspannungskabel unter der Erde ersetzt worden.

Großteil erledigt


"Der größte Teil der Arbeit ist bereits getan", ließ Katja Lindner beim Ortstermin am Montag wissen. Die Leiterin des Bayernwerk-Netzcenters in Weiden informierte mit den Projektanten Karl Schwanitz und Peter Pischel Bürgermeister Rainer Rewitzer und Geschäftsleiter Günter Gschwindler über die bisherigen Baumaßnahmen und den weiteren Abbau der Freileitungen. Laut Lindner "sind die Erdarbeiten und das Verlegen der Kabel abgeschlossen, und die neue Schaltstation und alle neuen Leitungen sind in Betrieb und unter Spannung". Die Netzbauleiterin sprach von einem sehr umfangreichen Projekt. "Insgesamt haben wir fast 15 000 Meter Kabel auf einer Länge von rund 3 Kilometern verlegt. Das rührt daher, dass die Mittelspannungsleitung dreiphasig geführt wird und es sich um eine Doppelleitung handelt."

Ihre Aussagen zufolge laufen diese Transportleitungen vom Umspannwerk in Vohenstrauß zum neuen Schalthaus. Vom Kabelendmast bis zum Schalthaus hat der Netzbetreiber Kabel mit einem besonders großen Durchmesser verlegt. "Somit ist das Netzsystem im Raum Pleystein für den weiteren Zubau von regenerativen Erzeugungsanlagen gerüstet", wies Lindner hin. Neben dieser Strecke hat die Bayernwerk AG auch die Leitung vom Schalthaus in Richtung Kläranlage unter der Erde verlegt, ebenso die Verbindungsleitung zwischen der Trafostation in der Leuchtenbergerstraße und dem neu hinzugekommenen Trafohaus am Festplatz.

"Um die Leitung unter dem Zottbach verlegen zu können, haben wir das sogenannte ,Spülbohrverfahren' angewendet", wies Pischel auf eine Besonderheit im Verlauf der Arbeiten hin. "Dadurch werden Flora und Fauna rund um den Zottbach kaum beeinträchtigt." Laut Schwanitz sind die Leiterseile bereits abgenommen. "Als nächstes stehen der Abbau der nicht mehr benötigten Freileitungsmasten und Dachständer an. Diese werden wir in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern nun sukzessive abbauen und entfernen." Lindner sprach zusammenfassend von einem Investitionsvolumen der Bayernwerk AG von 1,4 Millionen Euro.

Schon lange Wunsch


"Die Erdverkabelung war schon lange unser Wunsch", blickte Rewitzer zurück. Umso mehr freute sich der Bürgermeister über die Realisierung und stellte der Bayernwerk AG ein Bestzeugnis aus. "Sie haben viel geleistet", sagte er zu Lindner und ihren Kollegen und erhielt das Lob für die vorbildliche Zusammenarbeit zurück.
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