Tanklaster kippt in Spielhof um
10.000 Liter Gülle ausgelaufen [Aktualisierung]

Bilder: dob
Vermischtes
Pleystein
05.04.2016
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Im Pleysteiner Ortsteil Spielhof, kippte am Dienstagmorgen, 5. April, ein Sattelzug in einer Kurve um. Die im Tank befindlichen 25.000 Liter Restgülle einer Biogasanlage liefen dabei zum Teil aus und verteilten sich auf der Straße und in den angrenzenden Grundstücken, sowie auf den Wiesen.

Wie die Polizei mitteilt, fuht der Tankzug, der mit Gärsubstrat einer Biogasanlage beladen war, gegen 6 Uhr durch Spielhof. "Nach ersten Ermittlungen war der Tank nicht komplett gefüllt, weshalb die Flüssigkeit vermutlich in Bewegung kam und den Sattelzug zum Kippen brachte", berichtet Polizeihauptkommissar Norbert Kellner.

Die durch diese seitliche Bewegung entstehenden Kräfte dürften nach ersten Einschätzungen der Polizei für das seitliche Umfallen des Tankzuges ausgereicht haben. Die festgestellte gefahrene Geschwindigkeit sieht die Polizei nicht als Unfallursache.

Von den etwa 25.000 Liter Gärsubstrat liefen etwa 8000 bis 10.000 Liter aus und verteilten sich auf der Fahrbahn. Die Flüssigkeit lief außerdem in angrenzende Grundstücke und Wiesen und in den dort vorbeilaufenden Bach.

Nur durch schnelles und kompetentes Vorgehen der eingesetzten Feuerwehren aus dem gesamten Umkreis konnte ein massives Einlaufen der Gülle in die Kanalisation und das Verbreiten über den nahegelegenen Bach verhindert werden, berichtet die Polizei weiter. Die eingesetzten Kräfte verschlossen unverzüglich die Kanalöffnungen, sperrten den Bachlauf ab und pumpten diesen im betroffenen Bereich aus.

Der gesamte Ort musste bis 11.30 Uhr gesperrt werden, danach führten die Feuerwehren noch Säuberungsmaßnahmen durch. Insgesamt waren 80 bis 100 Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei eingesetzt. Das Wasserwirtschaftsamt war ebenfalls vor Ort und koordinierte das Sammeln bzw. Ableiten der Flüssigkeit.

Ein größeres Bergefahrzeug richtete den Sattelzug wieder auf. Den Schaden an diesem schätzt die Polizei auf circa 50.000 Euro. Zu den genauen Schäden für die Umwelt können jedoch momentan noch keine Angaben gemacht werden. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Die Polizeiinspektion Vohenstrauß führt die weiteren Ermittlungen.
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