Waldspaziergang mit Förster Andreas Eiser
„Wer streut, rutscht nicht“

Förster Andreas Eiser (im Vordergrund rechts) stellt im Pleysteiner Stadtwald die dortigen Waldumbaumaßnahmen vor. Bild: bey
Vermischtes
Pleystein
26.07.2016
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"Wie kann mein Wald dem Klimawandel widerstehen?" Ratschläge am praktischen Beispiel des Stadtwalds Pleystein ließen sich rund 25 Mitglieder der Waldbesitzervereinigung Eslarn-Vohenstrauß von Förster Andreas Eiser geben.

Pleystein/Vohenstrauß/Eslarn. Bei einem zweistündigen "Waldspaziergang" zeigte der Förster den Waldbesitzern die notwendigen Schritte auf, um in den Wäldern dem Klimawandel mit seinen Folgen wie beispielsweise immer häufigeren Sturmereignissen zu trotzen sowie Trocken- und Insektenschäden zu vermeiden. Unüberhörbar war aber auch die Meinung Eisers zur Schaffung von Qualität im Wald: "Pflegemaßnahmen sind unumgänglich."

Langfristiger Waldumbau


Der Förster zeigte am Beispiel Stadtwald Pleystein auf, wie "vorbildliche Bewirtschaftung" aussieht. Zum langfristigen Umbau des Walds sei der Fokus auf vorbereitende Maßnahmen zu richten. Eiser ging dabei von oft vorhandenen reinen Fichtenbeständen aus, die zu reduzieren sind. Es sollten im Wald mehrere Baumarten angepflanzt werden. Dazu gab der Experte Tipps, die richtige Baumart auszuwählen und den passenden Zeitpunkt der Pflanzung zu finden. Besonders wichtig sei, die Jungpflanzen gegen Wildverbiss und andere Schädlinge zu schützen.

Im Pleysteiner Stadtwald hatten die WBV-Mitglieder Gelegenheit in der Natur selbstständig nachgewachsene Waldteile zu begutachten, die sich in den Waldumbau einfügen. "Wer streut, rutscht nicht", trifft laut dem Förster auch im Wald zu. Er empfahl daher, sich weg von Monokulturen in Richtung stabile Mischbestände zu bewegen.

Dabei könnten jederzeit einzelne Baumarten gezielt gefördert werden. Beim Rundgang fehlte auch das Thema Borkenkäfer nicht. Dafür hat Eiser einige ausgewählte Bäume als Anschauungsobjekt stehen lassen.

Kontrollen notwendig


Aktuell ist es nach Erkenntnis des Försters bei der Borkenkäferplage noch ruhig. Dennoch seien Kontrollen notwendig, zu denen die Waldbesitzer auch verpflichtet seien.
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