„Weg mit den Barrieren“
Hindernisse beseitigen

Bürgermeister Rainer Rewitzer, Tanja Biller, Dr. Peter Trstan (beide VdK-Ortsverband Pleystein), Kreisgeschäftsführer Siegmund Bergmann, VdK- Kreisvorsitzender Josef Rewitzer und Barrierebeauftragte Theresia Spachtholz (von links) sprachen über die Möglichkeiten, die Barrierefreiheit in Pleystein zu forcieren. Bild: bey
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Pleystein
24.06.2016
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VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer fordert die Stadt auf, die Bemühungen um Barrierefreiheit fortzusetzen. In Pleystein gibt es in dieser Hinsicht noch viele Defizite.

"Weg mit den Barrieren": Mit dieser Kampagne macht sich der Sozialverband für eine barrierefreie Gesellschaft stark. Beim Gespräch mit Bürgermeister Rainer Rewitzer im Rathaus hob VdK-Kreis- und Ortsverbands-Chef Rewitzer heraus, dass dies nicht am Geld allein scheitern dürfte. Das Stadtoberhaupt räumte ein, bei einem Spaziergang durch die Kommune viele Defizite zu finden. Dies treffe aber auch auf viele andere Gemeinden zu.

Maßnahmen fortgeführt


VdK-Kreisgeschäftsführer Siegmund Bergmann, Barrierebeauftragte Theresia Spachtholz, Tanja Biller und Dr. Peter Trstan hatten ebenfalls an dem Treffen im Bürgermeisterzimmer teilgenommen. Der Rathauschef betonte, die von seinem Amtsvorgänger begonnenen Maßnahmen für Barrierefreiheit fortgeführt zu haben. Dies sei mit hohem finanziellem Aufwand verbunden gewesen. Barrierefreiheit im historischen Rathaus könnte im Rahmen der Städtebausanierung angegangen werden. VdK-Chef Rewitzer befand, dass die Umgestaltung von Fußwegen im Stadtgebiet umgesetzt worden sei. Es müsse aber weiterhin daran gedacht werden, Hindernisse zu beseitigen, auch im Interesse des Fremdenverkehrs und der beiden Pflegeeinrichtungen. Als weitere mögliche Maßnahme regte der Kreisvorsitzende an, die Haupteingangstür ins Rathaus nach innen zu verlegen, um einen flachen Zugang, ohne Treppen, zu schaffen.

Der Bürgermeister betonte, dass es im Umgang mit Menschen mit Behinderung im Rathaus dank der Hilfsbereitschaft des Personals noch nie Probleme gab. Der Stadtrat sei vom Problem Barrierefreiheit überwiegend sensibilisiert. Mit Blick auf den Tourismus hob Rainer Rewitzer die Umgestaltung der Kreuzberganlage hervor, in der jetzt Sitzbänke benutzt werden können, die ein problemloses Aufstehen ermöglichen.

Die Barrierefreiheit bei privaten Dienstleistern umzusetzen, sei problematisch, räumte Kreisvorsitzender Rewitzer ein. Private Unternehmen könnten aber Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch nehmen, betonte Bergmann. Den Vorschlag des Kreisvorsitzenden, auf der rückwärtigen Seite des Friedhofsgebäudes eine Toilette einzubauen, lehnte Bürgermeister Rewitzer als "nicht zielführend" ab. Er könne sich jedoch eine Toilettenanlage im Bereich Zimmerplatz vorstellen.

Regelmäßige Kontrolle


Dr. Trstan vom VdK-Ortsverband sah bei öffentlichen Toiletten die Notwendigkeit der regelmäßigen Kontrolle und Reinigung. "Dann wird die Investition richtig teuer." Dies seien entscheidende Details, die bei einem derartigen Vorhaben mit einkalkuliert werden müssten.
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