Leistritz Produktionstechnik GmbH gibt Bestandsgarantie für den Standort Pleystein
Leistritz bis 2025 sicher

Der Firmenrundgang führte MdB Albert Rupprecht (Dritter von rechts) auch in die Lehrwerkstatt. Im Gespräch mit einem Auszubildenden informierte sich der Abgeordnete über dessen Berufsziele. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Michael M. Wengler (Vierter von links), zweite Bürgermeisterin Andrea Lang, Bürgermeister Rainer Rewitzer, Betriebsratsvorsitzender Johann Schwandner (von links) und Geschäftsführer Klaus Theusner (Zweiter von rechts) begleiteten den Bundestagsabgeordneten. Bild: bey
Wirtschaft
Pleystein
22.07.2015
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Die Leistritz Produktionstechnik GmbH gibt für den Standort Pleystein eine Bestandsgarantie bis zum Jahr 2025. Darüber freut sich nicht nur MdB Albert Rupprecht bei seinem Besuch im Werk.

Die Mitteilung macht der Vorsitzende der Geschäftsführung der Leistritz Produktionstechnik GmbH, Dr. Michael M. Wengler und Geschäftsführer Klaus Theusner beim Besuch des Abgeordneten am Montag. Einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Perspektive haben die Mitarbeiter der Firma in Pleystein.

Auf Leistungen verzichtet

Sie haben in einem Ergänzungstarifvertrag auf mehrere im eigentlichen Tarifvertrag fixierte Leistungen verzichtet. Damit war es möglich, Produktionsmaschinen aus dem Standort Nürnberg nach Pleystein zu verlagern. Dieser Maschinenbau sichere der Firma zahlreiche Alleinstellungsmerkmale, ergänzte Geschäftsführer Klaus Theusner.

Rupprecht informierte sich am Montagvormittag gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Rewitzer und zweiter Bürgermeisterin Andrea Lang über die Entwicklung des Werks Pleystein. Wengler stellte den Betrieb mit seinen aktuell 280 Beschäftigten vor, in dem es in der letzten Zeit viele Änderungen gegeben hat. Das Ziel in Pleystein sei ein massiver Ausbau der Produktion, bei gleichzeitigem verschärftem Einstieg in Forschung und Entwicklung. Ein Thema, bei dem der Abgeordnete Möglichkeiten der Unterstützung ausloten will.

Jubiläum im kommenden Jahr

Das Gesamtunternehmen Leistritz, das heuer 110 Jahre alt wird, feiert nach den Worten Wenglers sein Jubiläum erst im kommenden Jahr beim 111-jährigen Bestehen. Das Familienunternehmen Leistritz setze sich deutlich gegenüber den Unternehmensformen anderer Firmen ab, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung.

So messe die Firma Leistritz, vor allem auch an ihrem Standort Pleystein, der Ausbildung ihrer Mitarbeiter eine große, sogar zentrale Bedeutung bei, hob Wengler hervor. Ohne die Sicherstellung der Ausbildung in Pleystein wäre dieser Standort nicht existenzfähig. Es habe sich aber auch gezeigt, dass der gute Verdienst der Mitarbeiter zu deren Treue und zu geringer Fluktuation beitrage.

Vermeidung von Leerständen

Werkleiter Karl Landgraf untermauerte diese Philosophie: Die Schaffung von Arbeitsplätzen verhindert den Wegzug von Menschen und ist damit auch ein Beitrag, Leerstände zu vermeiden. Ein Stichwort, das bei Bürgermeister Rainer Rewitzer auf offene Ohren stieß. Umgekehrt wäre die Stadt Pleystein ohne die Firma Leistritz ärmer und hätte eine geringere Lebensqualität. Im Bereich Ausbildung trage die Zusammenarbeit mit der Zottbachtal-Mittelschule Früchte, betonte das Pleysteiner Stadtoberhaupt.

Beim Rundgang zeigte sich, dass das Unternehmen der Verlegung und Vergrößerung der Lehrwerkstätte hohen Stellenwert beimisst. Ebenso wurde deutlich, dass die Ausweitung der Produktion mit Übernahme von Maschinen aus Nürnberg zu wesentlichen Veränderungen in den Hallen beigetragen hat.

Unterstützung zugesagt

Rupprecht sicherte seine Unterstützung zu, sobald feststehe, welche Maßnahmen im Detail geplant sind. Zu berücksichtigen wäre aber, dass es gerade bei der Finanzierung von Maschinen finanzielle Bagatellgrenzen gebe. Der Abgeordnete regte an, auch die Möglichkeit einer Kofinanzierung beim Energiemanagement zu prüfen.
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