Auch Regen bremst Radler nicht

Etwas geschafft, aber glücklich formierten sich die Radfahrer aus dem Stiftland und aus Windischeschenbach zum Gruppenbild. Bild: privat
Freizeit
Plößberg
22.08.2016
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In vier Tagen mit dem Rennrad von Plößberg nach Amsterdam: "Machbar", sagten sich Freunde aus dem Stiftland und aus Windischeschenbach und traten in die Pedale.

Ein Fahrzeug mit drei Begleitern unterstützte das Vorhaben. Beim Start war es für Mitte August verdammt kalt. Drei Grad zeigte das Thermometer im Fichtelnaabtal. Übers Fichtelgebirge ging es zum Frankenwald. In Stammbach wurde die Gruppe von Bürgermeister Karl Philipp Ehrler im Rathaus begrüßt, der auch über die Region informierte. Im Thüringer Wald warteten Anstiege und Abfahrten mit 3500 Höhenmetern. Beim gemeinsamen Abendessen überreichte Markus Preisinger an Lothar Müller ein Jubiläumspoloshirt. Denn immerhin war es die zehnte Tour in Folge. Die Wetteraussichten für den nächsten Tag waren alles andere als rennradfreundlich. Die Radfahrer starteten bei Regen und beendeten die Tagesetappe bei Regen. Die Strecke führte am Bundesleistungszentrum Oberhof mit Bob- und Rennrodelbahn sowie Skisprungschanze vorbei. Der Rennsteig wurde öfters gequert, die Streckenführung wegen des schlechten Wetters dann geändert. Einige Bergetappen zwischen Kassel und Göttingen wurden durch flachere Etappen ersetzt. Trotzdem waren an diesem Tag gut 3000 Höhenmeter zu bewältigen.

Zum Hermannsdenkmal


Besseres Wetter gab es an den letzten beiden Tagen. Nach den Mittelgebirgslandschaften folgten flache Strecken. Eine Ausnahme war der Anstieg zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald bei Detmold. Weiter ging es vorbei an Bielefeld und Osnabrück. Ziel des dritten Tages war Rheine, eine Stadt mit rund 73 000 Einwohnern. Das Quartier lag mitten in der Altstadt, die die Rennradler am Abend noch etwas durchstreiften.

Durch Nationalpark


Am vierten Tag, eine Flachetappe, überquerten sie nach rund 30 Kilometern die Grenze zu den Niederlanden. Fahrradfreundlichkeit pur. Es wurde der Nationalpark Sallandse Heuvelrug durchquert, allerdings auf zum Teil abenteuerlichen Fahrradwegen. Es war Sonntag und der Nationalpark stark frequentiert. Bei Gegenverkehr auf dem Fahrradweg betrug der Begegnungsabstand oft nur wenige Zentimeter; aber an eine Geschwindigkeitsreduzierung dachte auch niemand. Insgesamt verlief die ganze Tour unfallfrei, bis auf einen kleinen harmlosen "Umfaller", weil ein Fahrer zu spät aus den Klickpedalen kam. Dank guter Navigationssoftware und toller Fahrradwege war die kilometerlange Einfahrt nach Amsterdam kein Problem. Zuvor waren aber noch gut 20 Kilometer am Meer bei starkem Gegenwind zu meistern. In Amsterdam gruppierten sich die Radler auf dem Niewmarkt zu einem Erinnerungsfoto. Danach ging es weiter durch die belebte Innenstadt. Im Hotel gab es einen Sektempfang - vorbereitet von den ständigen Begleitern und mitangereisten Familienmitgliedern einiger Rennradfahrer.

Grachtenfahrt


Es folgte ein Erholungstag. Bei der Besichtigung Amsterdams durfte eine Grachtenfahrt nicht fehlen. Einige nutzen die Tour noch für ein paar Tage Kurzurlaub in Amsterdam und Umgebung. Die Rennradtour umfasste 875 Kilometer. Übrigens: Auch für nächstes Jahr gibt es schon wieder Planungen.
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