Erfolgreiche Krippenschau zu Ende
Die Welt zu Gast in Plößberg

Bereits am Montag erinnerte nichts mehr daran, dass der Kultursaal in den vergangenen Wochen eine Karawanserei mit vielen großen Krippenlandschaften war. Tausende Menschen aus der ganzen Welt haben auch diesmal wieder das Plößberger Vorzeigeprojekt besucht. Laut Weltkrippenverbands-Chef Johann Dendorfer ein einmaliges Ereignis. Bilder: Grüner
Kultur
Plößberg
12.01.2016
154
0
 
Hubert Haubner verstaute mehrmals Utensilien, die vielleicht bei einer der folgenden Krippenschauen wieder gebraucht werden, in seinen Werkstatt-Bus und transportierte sie ins Depot.

Die zehnte und bisher bestbesuchte große Krippenschau ist zu Ende. Dauerte der Aufbau wochenlang, war in dreieinhalb Tagen alles ausgeräumt. Bereits am Samstag ist der Kultursaal Bühne für den Inthronisationsball der Faschingsgesellschaft.

"Das war schon mehr als ein weinendes Auge", beschreibt Hubert Haubner die Emotionen, als am Sonntag, nachdem die letzten Besucher gegangen waren, mit dem Abbau begonnen wurde. Bis Mitternacht war mindestens die Hälfte der Figuren sicher für den Transport nach Hause eingepackt. Am Montagmittag waren dann alle Exponate weggeräumt, erinnerte nur noch das Grundgerüst der Karawanserei daran, dass hier wochenlang eine weltweit einzigartige Krippenschau über die Bühne gegangen war.

Genauso wie beim Aufbau halfen etwa jeden Tag 30 Leute beim Abbau. Heute Abend erinnert nichts mehr an das große Event, das wieder Leute aus allen Kontinenten angelockt hat. In drei Gästebüchern finden sich ausschließlich positive Einträge. Die Besucher kamen unter anderem aus Brasilien, den USA, Australien, Russland, Uganda, Korea, China und ganz Europa, vor allem aus Tschechien. Etwa zehn Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland.

Fan aus Kufstein


Freilich der Australier, der immer zur Krippenschau kommt, hat hier seine Wurzeln. Aber er legt seine Verwandtschafts- und Bekanntschaftsbesuche so, dass sie in die Zeit der Krippenschau fallen. Ein Mann aus Kufstein ist an einem Samstag speziell wegen der Krippenschau angereist. Er war so begeistert, dass er nach Hause fuhr und tags darauf noch einmal mit weiteren vier Interessenten nach Plößberg kam.

Wacholder zum Räuchern


Alles was noch zu gebrauchen ist, wie etwa große Holzteile, Spanplatten, Wurzelstöcke und Accessoires, werden in einer speziell dafür hergerichteten Halle eingelagert. 2020 werden sie beim Aufbau des neuen Grundgerüsts wieder wertvolle Dienste leisten. Die vielen Wacholderzweige, die die Plößberger von Hobbygärtnern aus dem ganzen Stiftland erhalten haben, werden nicht etwa einfach verbrannt. Fischzüchter schätzen sie als Zutat beim Räuchern, so dass sie jetzt noch wertvolle Dienste leisten werden.

Hubert Haubner bedankt sich auf diesem Weg einmal mehr bei den zahlreichen Helfern aus Plößberg und Umgebung. Mehr als sagenhafte 10 000 ehrenamtliche Arbeitsstunden haben sie für die zehnte Krippenschau geleistet.

Von den Besuchern, schätzt Haubner, seien etwa 30 Prozent Fachpublikum gewesen. Während der bisher besucherstärksten Krippenschau haben Hubert Haubner, Manfred Kopp, Harald Gerl, Willi Horn und Hans Schiener mindestens 200 Führungen abgehalten.

Zur Jubiläumsschau haben die Verantwortlichen zusammen mit dem Buch- und Kunstverlag Oberpfalz das Buch, "Die Plößberger Schnitzer und ihr Krippenparadies" herausgebracht. Wer sein Exemplar noch nicht bei der Krippenschau erworben hat, bekommt es in den NT/AZ-Geschäftsstellen, im Buchhandel sowie im Buch- und Kunstverlag Oberpfalz.

Nur kurze Pause


"Ein halbes Jahr ruhen wir uns jetzt aus, dann beginnen bereits wieder die Planungen für die nächste Schau in fünf Jahren", so der Hauptorganisator.

Weitere Informationen im Internet:
Bildergalerie zur 10. Plößberger Krippenausstellung
www.krippenschau.de/
www.buch-und-kunstverlag.de/
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.