"Sing out" gibt Konzert für Plößberger Orgel
Gesang und Klamauk

Eine Klasse Vorstellung lieferten (von links) Johannes Grünbauer, Gregor Schraml, Rudi Kreuzer, Uli Roth, Armin Steinhauser und Markus Schuller als "Sing Out" in Plößberg. Bild: kro
Kultur
Plößberg
18.09.2016
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"Sing out" braucht keine Orgel. Wozu auch, das Ensemble singt "a capella". Aber die Pfarrei Sankt Georg braucht eine. Und da kommt wieder das Sextett ins Spiel.

Vor einigen Jahren gründete sich ein Orgelbauverein. Einziges Ziel: Gelder für die Renovierung zu generieren. Mittel zum Zweck war dafür am Samstagabend im sehr gut gefüllten Plößberger Kultursaal "Sing Out". Das Ensemble gab nach einer achtjährigen Pause mal wieder ein Konzert in Plößberg. Was Orgelbauvereins-Vorsitzenden Johannes Löw freute. "Man muss sich immer wieder mal etwas einfallen lassen, denn unsere Kirchenorgel leidet an erschwerter Atem- und Luftnot". Und das war gleichzeitig auch das Stichwort für das Singspiel "Atemnot".

Auf die Bühne kamen mit Uli Roth, Markus Schuller, Gregor Schraml, Rudi Kreuzer, Armin Steinhauser und Johannes Grünbauer sechs Vollblutsänger, jeweils nicht nur mit einer tollen Stimme ausgestattet, sondern auch mit einer gehörigen Portion Humor. Gesang und Klamauk - wohl keine andere Gruppe in unserer Region könnte dies besser ins Szene setzen, als dieses mittlerweile schon kultige Sextett mit Sitz in Krummennaab.

Mit "Born to be wild" eröffnete "Sing Out" das Programm. Für Markus Schuller, der als "Drill-Sergeant" fungierte, war dies gar nichts. "Das war früher ein Reißer und kein Abgesang müder Krieger." Für Mediziner Johannes Grünbauer war klar. "Diese Gruppe braucht Sport, um wieder Fitness zu bekommen." Auch den "dicken Schnösel" Gregor Schraml, der seine Turnübungen nicht selber absolvierte, sondern dafür Rudi Kreuzer engagierte. Slapstick und toller Gesang: Da kullerten so manchem Zuschauern Lachtränen über die Wange.

Uli Roth im sexy Badeanzug - da ist Spaß schon vorprogrammiert. Wenn er dazu noch "Ring of fire" singt, den Schwimmreifen aber nicht über die "Wampe" bringt, tobt das Publikum, ein optischer und vor allem ein gesangliches Ausrufezeichen dieses begeisterten Konzerts der etwas anderen Art. Trotz aller Dementis, ein Lied durfte dann doch nicht fehlen, Helene Fischers "Atemlos".
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