Baamrutscha und Goaßreiter

Jetzt wird es spannend: Mit viel Freude und Neugierde schauen die Plößberger Schnitzer gemeinsam mit ihrem Bürgermeister und dem Leiter des Buch- und Kunstverlags Oberpfalz erstmals in ihr neues Buch mit Titel "Die Plößberger Schnitzer und ihr Krippenparadies". Im Bild (von links): Bürgermeister Lothar Müller, Verlagsleiter Wolfgang Benkhardt, Hubert Haubner, OWV-Vorsitzender Robert Hecht, Manfred Kopp, Robert Sladky und NT-Redakteur Norbert Grüner. Foto: ubb
Lokales
Plößberg
26.11.2015
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Zum 10. Mal laden die Plößberger Schnitzer in ihr Krippenparadies ein. Und damit das Jubiläum immer in Erinnerung bleibt, haben die Krippenschnitzer dazu ein Buch herausgebracht.

Wer sich Zeit nimmt beim Betrachten einer Plößberger Krippe, dem werden die merkwürdigen Gestalten die neben Josef, Maria und dem Kindlein ihren festen Platz haben gewiss ins Auge fallen. Es mag nun seltsam erscheinen, warum ein "Baamrutscha" in der Miniaturlandschaft eine Schlucht rutschend überquert oder ein "Goaßreiter" verkehrt herum auf einer Ziege hockt. Die Antwort auf diese Besonderheiten finden Interessierte in der Geschichte der Plößberger Schnitzkunst. Solch außergewöhnlich untypische Figuren gehören zu den Krippen wie der harzige Geruch nach Holzspänen in der Schnitzerstube, wo sie entstehen.

Mit Augenzwinkern

Was es genau mit diesen Figuren auf sich hat, steht ausführlich beschrieben im druckfrisch erschienen Buch "Die Plößberger Schnitzer und ihr Krippenparadies". Auf 128 Seiten haben sich Fachleute, Insider, Vereinsmitglieder und Fotografen sehr viel Mühe gegeben, die Hintergründe und Eigenheiten der Plößberger Schnitzkunst anschaulich vom ersten geschnitzten Schaf an zu erklären. Den Plößberger Künstlern ging es immer darum, in ihren Darstellungen einen Bogen zu spannen von der Schöpfungsgeschichte über die Heilige Familie bis hin zur Oberpfälzer Kirwa. Mit diesem Auftrag behaftet haben sie es geschafft, in der bekannten Krippenschnitzszene einen besonderen Stellenwert einzunehmen.

Den Plößberger "Krippenbewohnern" Charakterzüge einzuhauchen: Das ist den Machern des Buches hervorragend gelungen. Aufgabe von NT-Redakteur Norbert Grüner und von Robert Sladky war es, das "Leben" in den Krippen mit perfektem Bildmaterial darzustellen. Bei der Textgestaltung haben sich der langjährige BR-Hörfunksendeleiter Gerhard Bogner und Wolfgang Benkhardt, Leiter des Buch- und Kunstverlags Oberpfalz, viel Zeit genommen, um hinter die Dinge zu schauen. Dabei ist ein Werk entstanden, das informativer nicht besser sein könnte, gleichzeitig aber mit einem gewissen Augenzwinkern besagte Eigenheiten der Krippen liebenswert beschreibt.

Stolz auf Schnitzer

Bei der Buchvorstellung im Kultursaal ist dem Plößberger Bürgermeister Lothar Müller die Freude über dieses Werk und der Stolz auf "seine Schnitzer" anzusehen. Er habe sich bereits mehrere Exemplare des Buches gesichert, um sie an besondere Gäste im Rathaus zu verschenken, sagt er. Wolfgang Benkhardt erzählt, wie viel Spaß ihm die Schreibarbeit gemacht habe. Für die Mitwirkenden des Buches, aber auch für seine Schnitzergruppe hat Vorsitzender Hubert Haubner ein großes Dankeschön dabei. Denn ohne das Mitwirken aller Beteiligten hätten weder die nunmehr 10. Krippenausstellung noch das neue Buch dazu verwirklicht werden können. Jederzeit, betonten die Plößberger, können sich Hobbyschnitzer und Krippenfreunde Anregungen für ihre Darstellungen aus dem Buch holen.

"Die Plößberger Krippenschnitzer und ihr Krippenparadies" ist im Buch & Kunstverlag Oberpfalz erschienen und für 14,95 Euro erhältlich in allen Buchhandlungen, auf der aktuellen Krippenausstellung im Kultursaal, im Rathaus, in der Krippenstube und direkt im Verlag erhältlich.
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