Beklemmendes Erlebnis

Lokales
Plößberg
17.12.2014
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Der CSU Ortsverband besuchte vor kurzem die Justizvollzugsanstalt in Weiden (JVA). Der stellvertretende Dienstgruppenleiter, Wolfgang Reichl, führte die Gruppe durch das Gebäude. Ein direkter Kontakt mit den Insassen durfte nicht erfolgen.

Zunächst wurden die Räumlichkeiten bei der Einlieferung von Inhaftierten besichtigt. Die Einlieferungsbedingungen wurden den Gästen erläutert. Schon seit dem Betreten des Gebäudes fühlten sich die Besichtigungsteilnehmer in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Spätestens ab der Erläuterung der Einlieferungsbedingungen kam ein beklemmendes Gefühl auf. Dies wurde noch verstärkt, als die Gruppen tatsächlich in den Hafträumen eingesperrt wurden - natürlich nur vorübergehend. Und in den Hafträumen gibt es keine Türklinke. Das Fenster ist vergittert, der Raum für zwei Personen neun Quadratmeter groß.

Erläutert wurde auch der allgemeine Tagesablauf. Die Inhaftierten müssen arbeiten. Ihr Lohn wird teilweise zurückgelegt für die Entlassung und einen Teil können sie auch zum Einkaufen verwenden. In der JVA gibt es einen kleinen Einkaufsmarkt mit vielen handelsüblichen Produkten. Dort können sich die Gefangenen außerhalb der normalen und ausreichenden Verpflegung versorgen.

Die ausführlichen Erläuterungen von Wolfgang Reichl gaben den Teilnehmer schon zu denken - auch dahingehend, dass niemand in den "Genuss" kommen möchte, hier einen Teil seines Lebens zu vollbringen.
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