Flüchtlingsheim für den Ort zu groß

Lokales
Plößberg
26.11.2015
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Das Asylbewerberheim sorgt auch im Bauausschuss für Diskussionen. Der Bauvoranfrage für die Nutzungsänderung des Faco-Gebäudes wurde schließlich einstimmig das Einvernehmen verweigert. Dabei will der Markt den Flüchtlingen durchaus helfen.

Wie schon bei der Informationsveranstaltung in der Schule wurde auch im Bauausschuss die Dimension des Asylbewerberheims kritisiert. Nach den Flächen errechnen sich für das Wohnheim, das Besitzer Michael Pazdera im Bürogebäude an der Flosser Straße unterbringen will, 188 Flüchtlinge. Seitens der Regierung würden jedoch nur 150 Plätze angemietet.

Bei der Sitzung im Rathaus lag dem Gremium die Bauvoranfrage von Michael Pazdera für den Umbau eines Büro- und Lagergebäudes in ein Wohnheim für Flüchtlinge im ehemaligen Faco-Gebäude in Plößberg vor. In der Diskussion stellten die Mitglieder des Gremiums deutlich heraus, dass sie nicht gegen die Aufnahme von Flüchtlingen seien. Allerdings würde die Ortschaft mit rund 1200 Einwohner (Gemeinde rund 3300) durch die geplante Größe des Wohnheims überlastet.

Für verträgliche Anzahl

Der Bauausschuss kam deshalb überein, das gemeindliche Einvernehmen für eine Einrichtung mit "deutlich weniger und für Plößberg verträglichen Anzahl von Plätzen" zu geben. Das gemeindliche Einvernehmen für die eingereichte Bauvoranfrage wurde aber einstimmig verweigert. Die Stellungnahme muss jetzt das Landratsamt beurteilen.

Bei der Sitzung wurde eine weitere Ausfahrt bei der Kindertagesstätte in Beidl beschlossen. Zugleich sollen zwei weitere Parkplätze mit geschaffen werden. Die Errichtung von weiteren Straßenbeleuchtungen zum Campingplatz und zum Sportgelände wurde aufgrund der finanziellen Lage zurückgestellt.

Wegen Sanierungen beim Feuerwehrhaus in Plößberg wurde auf mehrere anstehende Maßnahmen verwiesen. Kleinere Maßnahmen erfolgen noch dieses Jahr. Weitere bauliche Maßnahmen werden noch beraten und im Haushalt für 2016 eingestellt. Zur Beschilderung zum Campingplatz wollte der Ausschuss keine weitere Tafel erlauben. Hier war die Meinung dass die bestehende Beschilderung ausreichend ist und nur das Hinweisschild an der Flosser Straße größer sein sollte.

Bei der Sitzung gab Bürgermeister Lothar Müller noch die nächsten Termine bekannt: Sitzung des Marktgemeinderates am Montag, 7. Dezember; Jahresabschlusssitzung am Montag, 14. Dezember.
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