Kalender bringt Farbe in Kirche

Lokales
Plößberg
25.11.2015
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Der Weg zur eigenen Kirche war für die katholische Pfarrgemeinde beschwerlich. 2016 jährt sich die Grundsteinlegung zum 100. Mal. Das ist aber nicht der einzige Grund für einen eigenen Kalender, der dieser Tage vorgestellt wird.

Start der Aktion ist am 1. Adventssamstag mit dem Rorategottesdienst. Die Initiatoren hoffen auf gute Resonanz der Bevölkerung: "Überzeugen Sie sich selbst von der hervorragenden Qualität des Kalenders und unterstützen Sie die endgültige Fertigstellung der Kirchenrenovierung mit dem Kauf eines Exemplars." Nach dem Gottesdienst am 28. November um 18 Uhr ist ein gemütliches Beisammensein mit Glühwein und Lebkuchen und der Möglichkeit, den Kalender zu erwerben.

Vor gut einem Jahr feierten die Gläubigen den Wiedereinzug in die frisch renovierte Pfarrkirche St. Georg in Plößberg. Im Sommer 2016 stehen die Feierlichkeiten anlässlich der Grundsteinlegung vor 100 Jahren an. Beide Tatsachen sind dafür verantwortlich, dass die Pfarrei Plößberg einen Bilderkalender für das Jahr 2016 veröffentlicht. Der Erlös kommt der Vollendung der Innenrenovierung zugute.

Bei den Umbauarbeiten in der Pfarrkirche wanderte der Taufstein vom Platz neben dem Marienaltar in die linke Seitennische des Kirchenschiffs, wo sich vorher eine Krippe und das Kirchenmodell befanden. Dort finden seitdem die Tauffeiern statt. Das einzige, was hier noch fehlt, ist eine künstlerische Ausgestaltung der einfarbigen Wand. Der Erlös des Bilderkalenders soll dazu dienen, den Hintergrund zu verschönern.

Um den Kalender erst einmal finanzieren zu können, hat sich Johann Sailer auf den Weg zu vielen Firmen gemacht. Zahlreiche Sponsoren aus nah und fern zeigten sich äußerst großzügig. So kamen Spendeneinnahmen im mittleren vierstelligen Bereich zusammen. Das ermöglichte nicht nur den Druck des Kalenders, es blieb auch eine beträchtliche Summe für die Kirchenrenovierung übrig.

Der Kalender weist darauf hin, dass am 23. Juli 1916 der Grundstein für das Ende des Simultaneums in Plößberg gelegt wurde. Die katholische Pfarrei begann, ihre eigene Kirche in neubarockem Stil zu erbauen. In den schwierigen Zeiten des Ersten Weltkriegs dauerte es bis zum 23. Juni 1918, als das Gotteshaus feierlich eingeweiht wurde. So wie damals über einen langen Zeitraum hinweg gebaut wurde, sollen nun über zwei Jahre hinweg Veranstaltungen an die Entstehungsgeschichte der Kirche erinnern.

Im Kalender finden sich viele historische Bilder, etwa von der Grundsteinlegung und dem feierlichen Einzug in das Gotteshaus. Weiter geht es mit der Einweihung des Kreuzweges und Fotos vom Glockenturm, wo man sonst nicht so leicht hinkommt. Außenansichten von der Pfarrkirche St. Georg und der Filialkirche St. Michael in Schönkirch dürfen nicht fehlen. Zudem sind Grußworte von Bischof Rudolf Voderholzer und Pfarrer Sebastian abgedruckt.
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