Krippen weisen Weg zu Gott

Nach der Vorstellung des Krippenbuches durch Wolfgang Benkhardt (rechts) vom Buch & Kunstverlag Oberpfalz gab es ein kleines Präsent von Robert Hecht (links) und Hubert Haubner.
Lokales
Plößberg
29.11.2015
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Der Aufbau dieser Krippenschau war eine Herkules-Aufgabe. Aber in der Stunde der Eröffnung wurde deutlich: Die vielen tausend Arbeitsstunden haben sich gelohnt.

Nur alle fünf Jahre zeigen die Plößberger ihre alten und neuen Krippen-Schätze einem großen Publikum. Die erste Krippenschau war 1970 zu sehen. Seit Samstag ist die zehnte Ausstellung eröffnet. Bei einer Feier in der Aula der neuen Schule war Johann Dendorfer, der Vorsitzende des Weltverbandes der Krippenfreunde mit Sitz in Rom, der Festredner.

Zahlreiche Ehrengäste aus Kirche, Politik und Vereinsleben waren gekommen. Vorab hatten sie sich schon ein Bild von der Krippenschau im Kultursaal gemacht. Dort gibt es 38 Hauskrippen, Teilszenen und Einzelstücke zu bestaunen. Aufgebaut sind sie im orientalischen Stil einer Karawanserei. Der Arbeitseinsatz der freiwilligen Helfer von mehr als 7000 Stunden schlägt sich in einer bewundernswerten Ausstellung nieder.

Der Aquaria-Kinderchor und die Plößberger Saitenmusi sorgte zur Eröffnung für musikalische Einlagen. Robert Hecht, Vorsitzender des OWV-Zweigvereins, begrüßte die vielen Gäste. Organisator Hubert Haubner verwies auf Plößberg als einen Ort mit reicher Brauchtumspflege. Die Krippenbesitzer seien da voll mit eingebunden. Haubner hoffte, dass die 38 ausgestellten Krippen dazu beitragen, das Brauchtum zu erhalten, das Leben ein wenig zu verzaubern und entspannen.

Pfarrer Martin Matscheider aus Dingolfing verlas den Brief des Regionaldekans, betonte seine Freude über die 10. Krippenschau und wünschte Gottes Segen. Schirmherr und Bürgermeister Lothar Müller wies auf die vielen Mühen der Planer, Organisatoren, Krippenbauer und sonstiger Helfer hin, um das Ganze zum Erfolg zu bringen. Er dankte allen für ihr Engagement und wünschte den Besuchern einen tiefgreifenden Eindruck von der Krippenschau.

Landrat und Ehrenschirmherr Wolfgang Lippert nannte unter Bezug auf die Krippe in Bethlehem auch das Flüchtlingsproblem. Er dankte den Ausstellungsmachern für ihre Verbundenheit von Religion und Krippentradition. Auch Landtagsabgeordneter Tobias Reiß betonte den Wert der Plößberger Krippen. OWV-Vorsitzender Armin Messner sagte, dass es viel Handwerkskunst und auch Volkskunst in den Krippen zu entdecken gebe. Martin Besold, Prodekan und Pfarrer von Erbendorf, überbrachte die Grüße von Dekan Thomas Vogl. Für die vielen Darstellungen des Glaubens dankte er den Plößberger Krippenfreunden.

Wolfgang Benkhardt stellte das neue Plößberger Krippenbuch vor, das auch ein Begleiter durch die Weihnachtszeit sein solle. Jirí Novotný, Altbürgermeister von Stare Sedlo, überbrachte die Grüße der Nachbarn und übergab ein Krippenpräsent aus Stroh. Der abschließende Dank des Plößberger OWV-Vorsitzenden Robert Hecht galt allen, die zu dieser Krippenschau in irgendeiner Weise beigetragen haben. Besonders lobte er den guten Teamgeist, wünschte allen Besuchern viel Erbauung und Freude an den Krippen.
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