Mit Mut und Kompetenz

Lokales
Plößberg
20.12.2014
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Fast hätten Maximilian Sollfrank und die Firma Horn die "Goldene" feiern können. Immerhin dauert die Beziehung schon 48 Jahre, allerdings nicht immer mit sonnigen Tagen. Am Ende war Sollfrank aber "Chef" eines erfolgreichen Unternehmens. Bei der Verabschiedung machte er dafür auch eine engagierte Mannschaft verantwortlich.

Im Familienbetrieb von Helmut Horn begann Maximilian Sollfrank 1966 seine Ausbildung und einen abwechslungsreichen Berufsweg, der aus Plößberg hinaus in viele Länder der Erde führte. Als Vertriebsleiter erlebte Sollfrank das Ende des Familienunternehmens - aber auch den zweiten Anlauf, diesmal mit ihm an entscheidender Stelle. 1999 ging das Familienunternehmen an die "Certina Holding AG".

Und die erkannte schnell die Bedeutung des rührigen Mitarbeiters. Mit Sollfrank als Geschäftsführer der neuen Horn Glasanlagen GmbH wurde der Betrieb fortgesetzt. Kompetenz, Erfahrung, Mut und auch die Fähigkeit der aktiven Gestaltung bescheinigte der Vorstandsvorsitzende der "Certina", Dr. Hans Wehrmann, dem Mann an der Spitze. Und dabei räumte Wehrmann dem scheidenden Vorstand einen wesentlichen Anteil am erfolgreichen Umbau und der Entwicklung des Unternehmens ein. Nach dem Start mit 25 Mitarbeitern 1999 behauptet sich die Horn Glass Industries AG heute mit 230 Beschäftigten auf dem Weltmarkt.

Vor versammelter Mannschaft stellten Vorstand Christoph Jatzwauk und Vorstandsvorsitzender Stephan Meindl das Leben von Maximilian Sollfrank in Bildern dar. Erinnerungen an entbehrungsreiche Arbeitseinsätze, etwa in Nigeria oder in Asien, wurden wach gerufen. Viel Persönliches erzählten die Bilder auch aus dem privaten Leben von Maximilian Sollfrank.

Dr. Hans Wehrmann blickte nicht nur auf 15 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Wehrmann erinnerte an fast 300 Jahre Ofenbau am Standort Plößberg. Nach dem Einstieg der "Certina Holding AG" vor 15 Jahren sei das Familienunternehmen umgebaut worden. Mit Mut und Engagement hätte man sich gegen aggressive Mitbewerber gestellt, wusste der Certina-Chef. "In dieser Zeit wurde mehr umgestaltet, als in den Jahrhunderten zuvor", blickte Wehrmann zurück. Die neue Ausrichtung erfolgte in Richtung des Geschäftsfeldes Flachglas. Und Sollfrank hätte hier eine maßgebliche Rolle gespielt. Deshalb sei es auch mit sein Verdienst, dass die Beschäftigten auf einen Arbeitsplatz mit sicherer Zukunft bauen könnten.

Stephan Meindl bescheinigte seinem Vorgänger eine "Leidenschaft für den Betrieb" sowie Kompetenz und Charisma. Unaufgeregt und mit souveräner Art hätte sich Maximilian Sollfrank als Geschäftsmann mit Format gezeigt. Dennoch sei er dabei stets bodenständig geblieben.

Bei so viel Lob wollte Sollfrank in seiner Rückschau die Unterstützung durch die Mitarbeiter nicht vergessen. Gemeinsam hätte man den guten Ruf des Unternehmens erarbeitet. Dabei gestand Sollfrank, dass nicht immer alles einfach war. "Doch es überwiegen die positiven Eindrücke. Und diese werden immer bei mir haften bleiben ", verabschiedete sich der frühere Vorstandsvorsitzende.
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