Plößberger wollen mitreden

Lokales
Plößberg
13.05.2015
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Die Entwicklung von Plößberg ist der Bevölkerung nicht egal. Von 1522 Haushalten haben 454 einen umfangreichen Fragebogen beantwortet. Mit diesem Ergebnis der Bürgerbefragung ist die Gemeinde sehr zufrieden.

Zufrieden war man auch mit dem Besuch beim "Tag der Städtebauförderung". Dabei sollten erste Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung vorgestellt werden, doch die Auswertung ist noch nicht ganz abgeschlossen. Die Befragung soll in ein kommunales Entwicklungskonzept einfließen, das die künftige Ausrichtung der Marktgemeinde steuert. Es dient auch als Grundlage für die Städtebauförderung.

Etwa 100 Gäste begrüßte Bürgermeister Lothar Müller passend zum Thema in einem leerstehenden Gebäude in der Nähe der Kinderkrippe. Die Gemeinde, die das Haus in der Blumenstraße erworben hat, will die Leerstandsproblematik schließlich auch mit Mitteln der Städtebauförderung angehen. Die Besucher erfuhren ebenso, welche Fördermöglichkeiten sich bei privat getragenen Sanierungsmaßnahmen ergeben.

Ralph Stadter vom Architekturbüro RSP aus Bayreuth ging zunächst auf die Rahmenbedingungen für ein Entwicklungskonzept ein. Zur Bestandsaufnahme zählten Themen wie Demografie, Wirtschaft und Flächenverbrauch in der Marktgemeinde. Die Handlungsansätze, die sich daraus ergeben, folgen gewissen Grundsätzen - zum Beispiel "innen vor außen". Das heißt, dass der Innenentwicklung eines Ortes mehr Gewicht gegeben wird, auch um den Flächenverbrauch in Grenzen zu halten. Wichtig sei auch die Verbesserung der Generationenfreundlichkeit und ein differenzierter Einsatz von Fördermitteln, sagte der Architekt. Weiter stellte er anhand von drei Innenortslagen von Plößberg mögliche Impulsbereiche vor.

Danach referierte Sabine Niedermeier vom Büro Sireg (Sozialwissenschaftliches Institut für regionale Entwicklung) über die ersten Ergebnisse der Haushaltsbefragung. Mit der Rücklaufquote von 30 Prozent war sie sehr zufrieden. Die Befragung erstreckte sich über die Bereiche Wohnen, Zukunft, Lebensqualität, Mobilität, Information, Beteiligung und Beratungsbedarf. Teilweise wurden die Themen sehr detailliert abgefragt, sagte Niedermeier. Eine vollständige Auswertung und Analyse der Umfrage steht aber noch aus.

Zum Abschluss legte Ralph Stadter die weitere Vorgehensweise dar. Nach der Bestandsaufnahme werden die Ergebnisse vorgestellt, Arbeitskreise gebildet und das Entwicklungskonzept in Abstimmung mit Marktrat und Verwaltung erarbeitet.
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