Schule in dezentem Orange

Lokales
Plößberg
06.06.2015
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Eher "zeitlos und dezent" wollten die Architekten die Außenfassade der neuen Schule. Nicht so die Mehrheit des Marktrats. Das Gremium entschied sich für einen Orangeton.

Bei einer Ortsbesichtigung hatten sich die Mitglieder des Marktgemeinderates vor der Sitzung auf der Baustelle der neuen Grundschule umgesehen. Architekt Daniel Brehm wies darauf hin, dass sich das Neubauprojekt noch im Kosten- und Zeitrahmen bewege.

Bei der Farbgebung der Außenfassade verwies der Architekt auf das Gestaltungs-Konzept, das im Inneren des Gebäudes ausschließlich natürliche Materialien vorsieht. Farben würde auch zu stark dem Zeitgeist unterliegen. Brehm empfahl deshalb einen zeitlosen und deshalb dezenten Anstrich, auch um die Anbindung an den hellblauen Kultursaal ruhiger zu gestalten.

Im Marktrat fand sich dazu keine einhellige Meinung. Ein Teil des Gremiums wollte für das Erscheinungsbild des Gebäudes nicht unbedingt auf eine "Erdfarbe" zurückgreifen. Das würde nicht zu einer Schule passen, so deren Ansicht. Der Orangeton, der bei der Sitzung vorlag, war dem Gremium aber dann doch zu farbig. Mit einer Stimme Mehrheit, bei 8:7, entschied der Marktrat für einen "weniger intensiven" Orangeton.

Bedenken zu TTIP

Klar war dagegen die Haltung des Gremiums beim Transatlantischen Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) sowie bei den Abkommen CETA und TISA. Die Fraktion der Freien Wähler hatte die Beratung über die Abkommen beantragt. Im Gremium gab es die Meinung, dass nicht alles an den Freihandelsabkommen schlecht sei, aber die kommunale Daseinsvorsorge muss gesichert sein. Einstimmig wurde beschlossen, gegenüber den Mandatsträgern die Bedenken vorgetragen. Insbesondere sollen sich die Mandatsträger einsetzen, dass Bereiche wie Wasserversorgung oder Abfallentsorgung auch von den zukünftigen von Verhandlungen ausgenommen werden.

Marktrat Hans Klupp brachte bei der Sitzung ein weiteres Mal das Thema "Windkraftanlagen" ins Gespräch. Klupp wollte jetzt schon eine Strategie, sollte die 10-H-Regelung kippen. Der Freie Wähler regte einen Flächennutzungsplan an, um dann die Anlagen auf dem Ödberg sowie bei Schnackenhof verhindern zu können. Geschäftsleiter Hubert Götz erachtete den jetzigen Sachstand als eindeutig. Deshalb gebe es derzeit auch keine Notwendigkeit, viele tausend Euro in einen Flächennutzungsplan zu investieren. 2. Bürgermeister Markus Preisinger, der am Montag die Sitzung leitete, empfahl, vor einer Entscheidung Ingenieur Bartsch zu einer Sitzung einzuladen.

Zum Thema Ortsumgehung Plößberg informierte 3. Bürgermeisterin Susanne Bittner über die Zusicherung des Staatlichen Bauamts für den Bau eines Kreisverkehrs bei der jetzigen Schönkircher Kreuzung. Jetzt liege es an der Regierung.

Sondersitzung

Die nächsten Termine: Montag, 15. 6., Sondersitzung des Marktgemeinderates im Kultursaal zur Vorstellung der Ergebnisse der Haushaltsbefragung; Montag, 6. 7., Sitzung des Marktgemeinderates im Kultursaal mit Vorstellung der Alternativen für die Kläranlage.
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