Vorsitzender des Weltverbands der Krippenfreunde spricht bei Ausstellungseröffnung in Plößberg
Krippe nicht mit Kommerz verbinden

Josef Dendorfer, der Vorsitzende des Weltkrippenverbands, war gerne nach Plößberg gekommen.
Lokales
Plößberg
30.11.2015
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Der Sitz seines Verbands ist in Rom, doch von so weit musste Johann Dendorfer nicht anreisen. Der Vorsitzende des Weltverbandes der Krippenfreunde kam aus seiner Heimat Furth im Wald und hielt den Festvortrag zur Eröffnung der Plößberger Krippenschau. "Über die Krippen führt der Weg zu Gott", betonte er. Das habe einst für die Hirten gegolten und gelte noch heute für Erwachsene wie für Kinder.

Mit einem herzlichen "Gloria" begrüßte er die Krippenfreunde und betonte die lange Tradition in Plößberg. Mit Weihnachtskrippen werde oft etwas verbunden, was nicht dazugehöre: "Wir Christen müssen uns leider an der Nase fassen, da wir vieles oft mitmachen." Es gelte deshalb, zur Besinnung zu kommen und die Krippe nicht mit Kommerz zu verbinden. Die Krippe, in die der Sohn Gottes in Bethlehem gelegt worden sei, stehe am Anfang unseres Glaubens. "Die Nachbildung dieser Ur-Krippe ist in den Jahrhunderten zu einem wertvollen gemeinsamen Kulturgut geworden - gerade in Europa." Die Botschaft, die dahinter stehe, sei einfach und doch anspruchsvoll: "Gott wird Mensch". Die Krippe in ihrer vielfältigen und künstlerischen Entwicklung vereine Menschen auf der ganzen Welt. Diese Verbindungen zu festigen und neue zu knüpfen, gehöre zu den Aufgaben der "Universalis Foederatio Praesepistica" mit Sitz in Rom, sagte Dendorfer. Er ist seit 2011 Präsident dieser Vereinigung.

"Die Krippe kann sich in der wirtschaftlich dominierten Weihnacht behaupten, denn sie spricht Herz und Seele an", sagte Dendorfer. Das mit der Seelenstimmung - ohne Religion - hätten auch die Werbemanager erkannt. Die Krippe werde zum Zugpferd, doch den Besuchern werde nur ein Theater vorgespielt: "Die Botschaft der Krippe hat hier keinen Platz." Bei der Plößberger Krippenausstellung gehe es um etwas anderes, nämlich um die religiöse Botschaft. Die Beschäftigung damit könne für die Menschen ein Energiefeld sein, das mit anderen geteilt werden solle. "Die Krippe ist Kunst, Kleinkunst, Volkskunst - dem Lob Gottes geweiht. Wir haben die Botschaft des Engels vernommen und die Botschaft auch angenommen. Darum - lasst uns nach Bethlehem gehen."
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