Wanderausstellung des FC Bayern München macht in Schönkirch Station
Verehrt – verfolgt – vergessen

Markus Preisinger, 1. Vorsitzender Stiftland Bazis, Georg Strickner, 2. Vorsitzender Stiftland Bazis (direkt an der Gedenkstafel) und Mitglieder des FC Bayern Fanclubs Stiftland Bazis vor der Gedenktafel von Kurt Landauer bei der Allianz-Arena
Sport
Plößberg
27.05.2016
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Das unrühmlich Kapitel deutscher Geschichte machte auch vor dem Fußball nicht halt. Mit einer Sonderausstellung erinnert der FC Bayern München an die Opfer des Nationalsozialismus. Zu sehen ab Mittwoch in Schönkirch.

Tirschenreuth. Der Kreisjugendring hat die begehrte Wanderausstellung in Zusammenarbeit mit dem FC Bayern München Fanclub "Stiftland-Bazis Schönkirch" ins Stiftland geholt. Vom Mittwoch, 1. Juni, bis einschließlich Sonntag, 5. Juni, ist sie unter dem Titel "Verehrt - verfolgt - vergessen!" im Saal der Gaststätte "Zur Sonne" in Schönkirch, täglich von 17 bis 21 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wird vom stellvertretenden Landrat Dr. Alfred Scheidler und dem Leiter der Gedenkstätte KZ Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, eröffnet.

Im Mittelpunkt stehen 56 Vereinsmitglieder, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deportiert wurden. Ihr Weg wird auf einer Weltkarte dargestellt. Neun Biografien, darunter die der Ehrenpräsidenten Kurt Landauer und Siegfried Herrmann, werden zudem ausführlich beleuchtet. Kurt Landauer war ein wirklich außergewöhnlicher Mann, dessen persönliche Werte und sportliche Visionen für das Profil und den Aufstieg des FC Bayern, aber auch für den Fußballsport insgesamt Maßstäbe gesetzt haben.

Neben Schautafeln werden unter anderem auch verschiedene Bücher zur Besichtigung zur Verfügung stehen. Täglich wird der Film "Kick it like Kurt" vorgeführt, entstanden durch eine Kooperation des Jugendrings München-Stadt mit dem NS-Dokumentationszentrum München. Der professionelle Doku-Film behandelt die Wurzeln des FC Bayern München und das Wirken des Präsidenten Kurt Landauer.

"Es ist uns ein Anliegen, Jahr für Jahr aktiv gegen das Vergessen vorzugehen", sagt Karl Hopfner, Präsident des FC Bayern München zur Ausstellungseröffnung. "Wir waren einer der allerersten und haben uns mit dem Kreisjugendring sehr aktiv um die Ausstellung bemüht", freut sich Markus Preisinger, Vorsitzender der Stiftland-Bazis, dem größten Fanclub im Landkreis, über die Zusage. Preisinger appelliert an alle Bayern Fans diese Ausstellung zu besichtigen, "Wir wollen uns als Fanclub bewusst mit der Geschichte unseres Vereins auseinandersetzen".

Interessant wird es am Samstag, 4. Juni, um 19 Uhr. Professor Dr. alexander Fried, Zeitzeuge und Überlebender des Holocaust, erzählt mit seiner Frau Dorothea Woiczechowski-Fried von seinen Erfahrungen und Erlebnissen zur Zeit des Nationalsozialismus.

Die Vorstandschaft des Kreisjugendrings, dankt dem vorbildlichen Engagement des Bayern Fanclubs "Stiftland-Bazis" und stellt zur Kooperation fest: "Durch diese Aktivitäten, hebt sich die Qualität und das Niveau eines Vereins. Dies ist für die Jugendarbeit ein wichtiger Parameter". Der Kreisjugendring und die Stiftland-Bazis laden alle Vereine, Verantwortlichen in der Jugendarbeit, Schulklassen, Bayern-Fans und Fanclubs, Fußball-Freunde und Interessierte zu dieser einmaligen Ausstellung im Landkreis ein.
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