Bürgerverein setzt Schafe und Ziegen ein
Rasenpflege an der Burgruine

Bis in den Herbst haben Schafe und Ziegen jetzt eine "Pflege-Aufgabe" unterhalb der Burgruine Liebenstein. Vor allem gegen die Verbuschung sollen sie vorgehen. Bild: Schirmer
Vermischtes
Plößberg
11.05.2016
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Beim "Burgauftrieb" waren die Vierbeiner anfangs wenig begeistert, die behagliche Unterkunft im "Tal" gegen die höher gelegenen Weide einzutauschen. Doch schon unterwegs waren Schafe und Ziegen von der frischen Kost am Wegesrand sehr angetan.

Liebenstein. Mit sanfter Gewalt, den Schafbock vorneweg am Strick geführt, bewegten sich am Montag Vieh und Treiber gen Burghügel. Auf die nachwachsende Kost können sich die tierischen "Rasenmäher" jetzt alle Tage freuen, denn frisches Grün gibt es am Burghügel zuhauf. Als wichtiger Bestandteil der Landschaftspflege sind Bock und Geiß dort im Einsatz, in erster Linie um eine "Verbuschung" rund um die Burgruine freizuhalten. Nachdem es sich beim Umfeld der Ruine um Ausgleichsflächen handelt, ist die Pflege unerlässlich.

Drei Lämmer


In den vergangenen Jahren hatte der "Bürgerverein Liebenstein" dafür einen professionellen Schäfer beauftragt, doch dem war der Weidegrund oberhalb der kleinen Ortschaft zu unwirtschaftlich, zumal bei einem Pflegeeinsatz auch eines seiner Schäflein ausgebüchst ist und seitdem als "wilder" Begleiter sich einer Kuhherde angeschlossen hat.

Von den Mitgliedern des Bürgervereins war deshalb die Pflege der Flächen um die Burgruine selbst in die Hand genommen worden. Im vergangenen Jahr wurde zu diesem Zweck dann die kleine Herde angeschafft. Vier Schafe und zwei Ziegen umfasste die "Sparte Wiesenpflege" des Bürgervereins. In den vergangenen Wochen sind drei Lämmer dazugekommen, eines wurde sogar an Ostern geboren. Die neunköpfige Gruppe übernimmt jetzt die Beweidung einer Teilfläche an der Ruine. Damit sich die Vierbeiner nicht davon machen, wird die entsprechende Fläche mit einem Elektrozaun eingefasst. Besucher aufgepasst!

Neben der kleinen Herde am Burghang will der Bürgerverein auch noch weitere Veränderungen an der Ruine vornehmen. So sollen demnächst Arbeiten an der inneren Ringmauer durchgeführt werden. Ein Zuschussantrag für Mittel aus dem Leader-Programm ist bereits gestellt worden.

Freilich sind die Burgruine und ihre Geschichte jetzt schon ein lohnenswertes Ziel für einen Ausflug. Vom Bürgerverein werden auch Führungen angeboten. Wer daran Interesse hat, kann sich bei Karl Gehret, Telefon 09631/4341, melden.
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