CSU Wildenau feiert 70-jähriges Bestehen
Mitgliederzahl verdoppelt

Eine Reihe von Jubilaren ehrte die CSU Wildenau zum 70-jährigen Bestehen: (sitzend von links) Helmut Mark (45 Jahre dabei), Josef Zeitler (70 Jahre), Josef Wittmann (50 Jahre), (stehend von links) Vorsitzender der CSU-Dachorganisation Plößberg, Markus Preisinger, Ortsvorsitzender Hans-Günther Spickenreuther (30 Jahre), Thomas Albrecht (10 Jahre), stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Angela Burger, Benjamin Zeitler (15 Jahre), Josef Albrecht (45 Jahre), Hildegard Platzer (25 Jahre), Karl Haubner (20 Jahre)
Vermischtes
Plößberg
17.10.2016
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Es waren harte Nachkriegszeiten, als sich in Wildenau ein CSU-Ortsverband formierte. Eines der Gründungsmitglieder ist noch heute dabei. Josef Zeitler bekam beim Ehrenabend eine Urkunde für 70-jährige Mitgliedschaft.

Wildenau. Bei einer Feierstunde im Sportheim blickte die CSU zurück. Ortsvorsitzender Hans-Günther Spickenreuther verwies darauf, dass die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg die Parteienlandschaft gefördert hätten, was in Wildenau zur Gründung der CSU-Gruppe führte. Es waren schwierige Zeiten in Deutschland, als 1946 die Geschichte des Ortsverbandes begann.

So waren die Lebensmittelrationen in der amerikanischen Zone auf täglich 1200 Kilokalorien festgelegt und wurden nochmals gesenkt. Die Kindersterblichkeit lag, bedingt durch Unterernährung, bei 11,6 Prozent, wusste der Redner. In den drei westlichen Besatzungszonen mussten rund 10 Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene versorgt werden. Dies könne man sich heute fast nicht mehr vorstellen, betonte Spickenreuther. In dieser Phase beginnt nach den Unterlagen des Hanns-Seidel-Archivs in München die Geschichte des CSU-Ortsverbandes Wildenau.

Demnach waren am 31. Dezember 1946 bereits neun Mitglieder aus dem Ortsverband im Kreisverband Tirschenreuth registriert. Erste Spuren müssen wohl schon 1945 gelegt worden sein, da bei den Kommunalwahlen am 27. Januar 1946 bereits Kandidaten der CSU angetreten sind. Danach stellte die Partei mit Hans Trisl den Bürgermeister und drei Gemeinderäte. Das Amt des Bürgermeisters wurde bis 1972 von einem CSU-Vertreter ausgeübt, schilderte Spickenreuther.

Einen erheblichen Einschnitt bedeutete 1972 die Eingemeindung nach Plößberg. Dass es den CSU-Ortsverband Wildenau überhaupt noch gibt, ist auf den Beschluss der Mitglieder vom 7. Januar 1972 zurückzuführen, sagte der Vorsitzende. Eine gute Lösung sei die Dachorganisation, in der alle Ortsverbände der Gemeinde verbunden sind.

Die Mitgliederzahlen in Wildenau bezeichnete Spickenreuther insgesamt als stabil; derzeit zählt der Ortsverband 18 Mitglieder. Seit der Gründung gab es sieben Vorsitzende. Als Höhepunkt in der Geschichte des Ortsverbandes sei anzusehen, dass Franz Wittmann aus Schirnbrunn von 1953 bis 1961 und von 1963 bis 1965 als Mitglied des Bundestages die Geschicke der noch jungen Bundesrepublik Deutschland mit bestimmte. Als Ziele für die kommenden Jahre nannte Spickenreuther, den Übergang von der JU zur CSU zu verstärken sowie die Präsenz der Weiblichkeit in den politischen Gremien zu verwirklichen und dauerhaft zu festigen.

Glückwünsche sprach dem Ortsverband die stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Angela Burger aus. Sie überbrachte auch Grußworte von MdL Tobias Reiß überbrachte. Bürgermeister Lothar Müller betonte die wichtige Rolle des CSU-Ortsverbands Wildenau sowie die gute Zusammenarbeit im Marktgemeinderat. Markus Preisinger, Vorsitzender der CSU-Dachorganisation Plößberg, dankte für den Einsatz des Ortsverbandes und übergab ein Präsent.

Bei den Ehrungen waren vier Mitglieder entschuldigt. Ausgezeichnet wurden für 10 Jahre Thomas Albrecht und Michael Haubner, für 15 Jahre Dr. Benjamin Zeitler, für 20 Jahre Karl Haubner, für 25 Jahre Hildegard Platzer, für 30 Jahre Hans-Günther Spickenreuther, für 35 Jahre Norbert Zeitler, für 45 Jahre Josef Albrecht und Helmut Mark, für 50 Jahre Josef Wittmann und für 70 Jahre das Ehrenmitglied Josef Zeitler. Alle erhielten eine Urkunde und eine Flasche Rotwein.
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