Gemeinde kontaktiert Immobilienbesitzer
Leerstände trotz Wohnqualität

Für die Planer Klaus Stiefler (rechts) und Klaus Zeitler (Mitte) sind die Leerstände im Ort ein wichtiges Themen. Mit den Besitzern soll deshalb gesprochen werden, kamen die Planer im Gespräch mit Bürgermeister Lothar
Vermischtes
Plößberg
07.04.2016
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kann Ärzte, Bäckereien oder eine Apotheke vorweisen. Dennoch stehen immer mehr Immobilien leer. Das soll sich ändern.

Bei der Erstellung des Integrierten Ortsentwicklungskonzepts der Gemeinde werden in den nächsten Wochen die Besitzer leerstehender oder untergenutzter Immobilien in einem persönlichen Gespräch dazu befragt, welche Pläne sie mit ihren den Immobilien haben. Den Auftakt machten Bürgermeister Lothar Müller und die beiden Planer Klaus Stiefler und Klaus Zeitler, die das Ortsentwicklungskonzept erstellen, am vergangenen Montag. Insgesamt zehn Immobilienbesitzern wurden kontaktiert.

Obwohl der Hauptort Plößberg mit den beiden Bäckereien, der Apotheke und den Ärzten, den noch offenen Gaststätten oder einem Lebensmittelladen und anderen Dienstleitern über eine ausgezeichnete Infrastruktur in der unmittelbaren Ortsmitte verfügt, nehmen die Leerstände in der Ortschaft beständig zu. Ursachen hierfür sind - so haben die ersten Befragungen gezeigt - vor allem die demografischen Veränderungen. Ältere Immobilienbesitzer scheuen neue Investitionen oder Angehörige, die die Immobilien weiter nutzen könnten, leben nicht mehr in Plößberg.

Selbst aktiv werden


"Umso wichtiger ist es, dass andere Plößberger Bürger selber aktiv werden. Es liegt auch in den Händen der Bewohner, die gute Infrastruktur in der Gemeinde zu stärken und vielleicht nicht das lukrativere Immobiliengeschäft außerhalb der Gemeinde anzugehen, sondern in den Wohnort zu investieren. Jede Investition in Plößberg trägt zur Verbesserung der eigenen Lebensqualität bei", merkten Klaus Zeitler und Klaus Stiefler in der ersten Befragungsrunde an.

Im Rahmen der Städtebauförderung können nach Abschluss des Ortsentwicklungskonzepts Anreize geschaffen werden, um auch private Immobilienbesitzer zu motivieren, in die Ortschaft zu investieren. "Mit einem kommunalen Förderprogramm oder der förmlichen Festlegung eines städtebaulichen Sanierungsgebietes können interessierte Investoren durchaus einen Teil ihrer Kosten direkt oder indirekt gefördert bekommen. Wir möchten auf jeden Fall die Möglichkeiten der Städtebauförderung im öffentlichen und im privaten Bereich forcieren und diesbezüglich aktiv werden", meinte Bürgermeister Müller. Die Gespräche mit den Immobilienbesitzern werden in den kommenden Wochen fortgesetzt.
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