Heimatpfleger setzt sich für Linde ein
Warum kein zweites Urteil?

Vermischtes
Plößberg
16.12.2015
18
0

Beidl. Der alte Lindenbaum an der wenig befahrenen Straße Beidl - Leichau ist von ferne und nahe nicht zu übersehen. Seine Äste überspannen die Straße. Motorisierte müssen hier vom Gas herunter. Denn der Baum steht direkt an einer engen Kurve - daneben. Er bildet eine konkrete Gefahr, wurde festgestellt.

Der Marktrat von Plößberg hat jetzt beschlossen die mächtige Linde mit dem ausgehöhlten Stamm zu fällen. Ein Urteil, das Heimatpfleger Harald Fähnrich so nicht hinnehmen will. Bei der Beurteilung der Standfestigkeit der Linde verweist Fähnrich auf das Landratsamt, das kostenlos eine kompetente Untersuchung anbieten würde. "Davon weiß Bürgermeister Müller ganz genau, denn die Linde bei der Schafferkapelle entkam so vorerst der Kettensäge", erinnert Fähnrich.

Freilich steht der Baum mitten im Zentrum von Plößberg und nicht am Rande eines Gemeindeteils. Keine Bürgerversammlung hätte sich mit der "Problemlinde" beschäftigt, moniert Fähnrich weiter. Die "Krausenlinde" wurde 1732 vom frommen Krausenbauern gepflanzt. Er, der damals reichste Bauer von Beidl, stiftete einen einzigartigen Bildstock daneben: "Mariä Himmelfahrt" oder "Beidler Dreifaltigkeit".

Die Straßenlinde bei "Klupps Abendmahl", so weiß Fähnrich, wurde schon vor ca. 50 Jahren mit Ziegelsteinen und Beton "saniert" und drei Hauptäste verspannt. Bei der negativen Entscheidung für die "Krausenlinde" drängt sich den Heimatpfleger für Beidl die Vermutung auf, dass damit gerade Folgekosten vermeiden werden sollten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Baumfällung (6)Krausenlinde (1)Fähnrich (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.