Heißer Samstag trotz Schnee

Nach getaner Arbeit bei der "Heißausbildung" versammelten sich (von links) Ausbilder Maximilian Haas (Ausbilder aus Plößberg), Thomas Riebl, Daniel Riebl, Florian Helm (alle Schönkirch), Andreas Reichl, Christoph Schmidkonz, Fabian Klinnert und Kommandant Christian Zölch zum Gruppenbild.
Vermischtes
Plößberg
17.11.2016
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Bei frostigen Temperaturen machten sich Kameraden aus Plößberg und Schönkirch am Samstag auf den Weg zu einer "Heißausbildung" für Atemschutzträger nach Böblingen zur Firma Erha-Tec. Seit Jahren nutzt die Feuerwehr Plößberg diese Fortbildungsmöglichkeit.

Sechs Aktive, die teilweise erst dieses Jahr beim Lehrgang für Atemschutzgeräteträger des Landkreises waren, besuchten die Heißausbildungsanlage, damit die Gerätetrager die ersten Erfahrungen mit Feuer nicht im realen Einsatz machen, sondern bereits vorab lernen, wie sich ein Feuer in einem geschlossenen Raum verhält. Um der Realität etwas näher zu kommen, haben die Feuerwermänner an einem Tagesseminar in einer Wärmegewöhnungs- und Rauchgasdurchzündungsanlage teilgenommen.

Bei der Firma Erha-Tec wurden vier Durchgänge in den verschiedenen Bereichen der Containeranlage und ein Strahlrohrtraining absolviert. Die Verbindung zu dieser Anlage besteht seit Maximilian Haas, Gerätewart der Plößberger Wehr, dort den Ausbilderlehrgang absolviert hat. Seiner Meinung nach ist es unabdingbar, eine Heißausbildung dieser Art zu absolvieren. Im ersten Durchgang wurde den Teilnehmern die Brandentwicklung vom Entstehungsbrand bis hin zur Raumdurchzündung detailliert aufgezeigt. Im zweiten und dritten Durchgang demonstrierte man die Entstehung und Wirkung einer Rauchgasdurchzündung.

Strahlrohrtraining


Dabei konnten die Teilnehmer die extreme Hitze und somit die Grenzen ihrer Schutzkleidung deutlich erkennen. Weiter galt es die erzeugten Rauchgasdurchzündungen zu blocken. Das vorher abgehaltene Strahlrohrtraining konnte hierbei erfolgreich angewendet werden. Beim letzten Durchgang wurde dann truppweise ein Innenangriff durchgeführt. Beginnend mit der Türöffnung über das richtige Vorgehen in verrauchten und stark erhitzten Räumen, endete der Durchgang schließlich mit der erfolgreichen Brandbekämpfung.

Mit vor Ort war auch der Plößberger Kommandant, Christian Zölch, der sich vom guten Ausbildungsstand seiner Leute überzeugen konnte. Sehr froh ist er zum einen darüber, dass Kameraden der Nachbarwehr aus Schönkirch die Plößberger Atemschutz-Truppe unterstützen und zum anderen, dass die Teilnehmer diese Ausbildung zu einem überwiegenden Teil selbst bezahlen, was nicht selbstverständlich ist für diese freiwillige Tätigkeit.
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