Jahreshauptversammlung der "Bürgerinitiative zum Schutz von Mensch und Tier" - Vorstand ...
Das naturnahe Umfeld bewahren

Bürgermeister Lothar Müller begrüßte die Arbeit der BI in der Gemeinde. Bild: hfz
Vermischtes
Plößberg
13.07.2016
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Die dritte Mitgliederversammlung der "Bürgerinitiative zum Schutz von Mensch und Natur" fand am vergangenen Donnerstag am Campingplatz "Großer Weiher" statt. Der Termin war bewusst in den Sommer gelegt worden, weil man das Urteil des bayrischen Verfassungsgerichtshofs zur sogenannten 10-H-Regelung für Windkraftanlagen hatte abwarten wollen.

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Lothar Müller, dass er das Bestehen eines Vereins, der sich dem Schutz von Natur und Landschaft widmet, in seiner Gemeinde begrüße. Unabhängig von der Windrad-Problematik könne es immer wieder geschehen, dass die Schönheit unserer natürlichen Umgebung durch finanzielle oder wirtschaftliche Interessen von verschiedenen Seiten bedroht sei. Da sei es gut, wenn Bürger die Entwicklungen wachsam und unvoreingenommen begleiteten.

Danach blickte der Vorsitzende Markus Remold kurz auf die ersten drei Jahre der Vereinsgeschichte zurück und betonte, dass bei der Gründung der Bürgerinitiative kaum einer der Anwesenden zu hoffen gewagt habe, dass Plößberg der Landschaftszerstörung durch Windräder entgehen könne. Entsprechend dankbar zeigte er sich gegenüber allen, die auf politischer und gesellschaftlicher Ebene dafür gesorgt hätten, dass die damalige "Goldgräber-Euphorie" durch gesunden Menschenverstand mit Maß und Ziel ersetzt worden sei. Kurz listete er eine Reihe von Aktivitäten auf, durch die auch die Bürgerinitiative etwas zu dieser Entwicklung beigetragen habe, Es folgte eine Aussprache darüber, ob und in welcher Form der Verein seine Arbeit fortsetzen solle. Die Redebeiträge der anwesenden Mitglieder zeigten Einigkeit darin, dass auch in Zukunft satzungsgemäß "die Bewahrung eines naturnahen Umfelds und der Erhalt der landschaftlichen Schönheit" durch den Verein angestrebt werden sollte. Der 2. Vorsitzende Lutz Ihlow berichtete von einer Informationsveranstaltung zu juristischen Fragen im Zusammenhang mit Windkraftanlagen.

Wanderungen fortsetzen


Dort sei deutlich geworden, dass trotz der 10-H-Regelung weiterhin eine Gefahr für landschaftlich wertvolle Gebiete wie den Landkreis Tirschenreuth bestehe. Es wurde zudem herausgestellt, dass sich die jährlichen Frühjahrs- und Herbstwanderungen des Vereins zunehmender Beliebtheit erfreuten und daher fortgesetzt werden sollten. Natur solle nicht nur verteidigt, sie wolle auch erlebt werden.

In der darauf folgenden Neuwahl wurden der bisherige Vorstand und die Kassenprüfer bestätigt. Als dritter Beisitzer kam Alois Röckl aus Plößberg hinzu. Abschließend stellte Markus Remold den "Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern" (VLAB) vor. Dabei handele es sich um einen dritten, in Bayern anerkannten Naturschutzverband, der sich neben LBV und Bund Naturschutz seit 2015 mit viel Idealismus für eine lebenswerte Umwelt einsetzt und seinen Sitz in Erbendorf hat. Die Bürgerinitiative Plößberg hatte das Entstehen des Verbandes von Anfang an aktiv unterstützt und ist einer von 70 Vereinen, die dem Verband als juristisches Mitglied angehören.

Der Vorsitzende betonte, dass der VLAB noch im Aufbau begriffen und daher für jede Unterstützung dankbar sei. In der Oberpfalz werde derzeit der erste Kreisverband in Schwandorf gegründet. Es sei hervorzuheben, dass der VLAB den Landschaftsschutz sehr ernst nehme und dabei seine eigenen Akzente setze, die mit den Zielen der Bürgerinitiative identisch seien. Remold verwies auf die hohe Qualität der Homepage und des "Watchblogs" des VLAB und kündigte an, er werde den Mitgliedern die entsprechenden Links weiterleiten.
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