Jahresversammlung der Plößberger SPD
Sachliche und faire Diskussion

Langjährige und verdiente Mitglieder ehrte die Plößberger SPD bei ihrer Jahresversammlung. Unser Bild zeigt (von links) Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl, Roland Pfefferlein (50 Jahre Mitglied), Rudolf Lauschke (70 Jahre Mitglied), Josef Neumann (50 Jahre Mitglied) und SPD-Ortsvorsitzenden Hans-Dieter Dietl. Bild: kro
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Plößberg
13.04.2016
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Die Sozialdemokraten sehen sich als "aktivste Fraktion" im Gemeinderat. Dieser Eindruck würde so aber nicht in die Öffentlichkeit transportiert.

In der Jahresversammlung der Sozialdemokraten berichtete Jürgen Kraus für die SPD-Marktratsfraktion, dass trotz mancher verschiedener Ansichten im Gemeinderat stets sachlich und fair miteinander diskutiert werde, ja es herrsche ein freundliches Miteinander. Allerdings würden die Beiträge von SPD oder Freien Wählern in der Berichterstattung kaum genannt. Dabei sei gerade die SPD-Fraktion die aktivste Fraktion in der Gemeinde, beurteilte Kraus.

Unsinnige Verordnungen


Das am meisten diskutierte Thema bei den Bürgerversammlungen sei die geplante Unterbringung von bis zu 180 Flüchtlingen im Faco-Gebäude gewesen. Seit Mitte Dezember, so Kraus, gebe es keine Neuigkeiten mehr. Diese Haltung des Eigentümers hemme ein aktiveres Einsteigen der Gemeinde in das Thema Flüchtlingsunterkunft. 180 Flüchtlinge in Plößberg seien aber entschieden zu viel, so Kraus. Als erfreulich beurteilte der Fraktionsvertreter die Planung eines Kreisverkehrs an der Plößberger Kreuzung. Dies hatten SPD und auch die Freien Wähler gefordert. Viel sei, so Kraus, für die Familien getan worden. Er verwies auf rund 6,5 Millionen Euro für die Kinderkrippe, Kindertagesstätte und das neue Schulgebäude. Oft nicht nachvollziehbar seien so manche Auflagen und unsinnige Verordnungen. "Aber wenn man denkt, dass ein Edmund Stoiber nach Brüssel abgesandt wird, um die Bürokratie und Verordnungen zu vermindern, dann sagt dies ja schon alles aus", kritisierte der Fraktionsvertreter. SPD-Ortsvorsitzender Hans-Dieter Dietl verwies in seinem Rechenschaftsbericht darauf, dass der Ortsverein aktuell 75 Mitglieder, davon 18 Frauen, habe. Anschließend ging er auf die vielen gesellschaftlichen Angebote ein. Er verwies unter anderem auf das Stärketrinken, das Entenrennen beim Ferienprogramm mit 70 Kindern oder die Spende für die Plößberger Schnitzer.

Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl blieb es vorbehalten, langjährige Mitglieder zu ehren und jeweils auch eine Laudatio zu halten. Zuvor dankte sie dem Ortsverein für sein Engagement auf politischer, gesellschaftlicher und sozialer Ebene. Großes Lob zollte sie der SPD-Marktratsfraktion, die sehr rührig sei. Für jeweils 50 Jahre Treue zur SPD wurden Josef Neumann und Roland Pfefferlein geehrt. Pfefferlein war 12 Jahre Bürgermeister von Plößberg, 18 Jahre im Kreisrat und wurde 2011 zum Ehrenbürger von Plößberg ernannt. Gar für 70 Jahre Parteizugehörigkeit zur SPD wurde Rudolf Lauschke geehrt.
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