Pater Joy verlässt nach 14 Jahren Pfarrei Beidl/Stein
Gesten bewegen zum Abschied

Die Pfarrgemeinderatssprecherinnen Kathrin Ziegler (links) und Gerlinde Lindner sowie die Kirchenpfleger Gregor Härtl und Thomas Friedl (Zweiter und Dritter von links) überreichten an Pater Joy Abschiedsgeschenke.
Vermischtes
Plößberg
30.08.2016
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Ein herzliches "Danke" auf Hindi hatten die Gläubigen in der Expositurkirche Stein für den Abschiedsgottesdienst am Altar platziert. Bild: hfz

Nein, leicht ist dieser Abschied Pater Joy nicht gefallen. In zwei festlich gestalteten Gottesdiensten verabschiedete die Pfarrei Beidl/Stein ihren beliebten Seelsorger, der ab 1. September in Katzdorf/Premberg tätig sein wird.

Beidl/Stein. Beim Vorabendgottesdienst in Stein brachten die Kinder und Jugendlichen der Pfarrei ihren Dank zum Ausdruck. Dies war auch in großen Buchstaben vor dem Altar zu lesen, allerdings nicht in Deutsch, sondern in der Muttersprache von Pater Joy. Musikalisch gestalteten den Gottesdienst die beiden Kinder- und Jugendchöre aus Beidl und Stein. Sie hatten eigens ein Lied mit dem Titel "Steh auf Pater Joy" geschrieben. Jeder der mehr als 200 meist jugendlichen Kirchenbesucher überreichte Pater Joy zum Abschied eine Blume - eine Geste, die den Geistlichen sehr bewegte.

Voll besetzt war auch die Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" in Beidl am Sonntag. Fahnenabordnungen aller weltlichen und kirchlichen Vereine, die große Anzahl von Ministranten, die stimmgewaltigen Chöre aus Beidl und Stein sowie die Teilnahme der Heimatgeistlichen aus Beidl bildeten den festlichen Rahmen. Pater Joy betonte in seiner letzten Predigt an alter Wirkungsstätte, dass es im Leben einer Pfarrei viele Geschichten gebe - Geschichten, die Mut und Hoffnung machen wie etwa Taufen, aber auch Leidensgeschichten, die betrübt und niedergeschlagen machen, zum Beispiel der Tod eines lieben Menschen.

Zurückblickend auf seine Tätigkeit sagte Pater Joy, dass das Positive weitaus überwogen habe. Er habe Gott zu danken, für viele Menschen, die ihn mit Liebe und einem fürsorgenden Blick reich beschenkt hätten. Für die Pfarrei beginne nun ein neuer "Lebensabschnitt" mit der Bildung der Pfarreiengemeinschaft Beidl-Plößberg. Pater Joy rief dazu auf, diesen neuen Weg mit Offenheit und Gottvertrauen zu gehen.

Bürgermeister Lothar Müller bedankte sich im Namen des Marktes Plößberg für die angenehme Zusammenarbeit. Es habe viele gemeinsame Termine und gute Gespräche geben. Als Erinnerung und zum Dank überreichte er das Wappen der Marktgemeinde Plößberg.

Kirchenpfleger Thomas Friedl stellte ebenfalls die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Pater Joy heraus. Es sei ihm in den Diskussionen immer darum gegangen, für die Pfarrei das Beste zu erreichen. Friedl erinnerte an die wichtigsten Ereignisse im Laufe der Amtszeit von Pater Joy, etwa die große Kirchenrenovierung, die Feier von zwei Primizen sowie die Organisation und Durchführung einer Indienreise.

Pfarrgemeinderatssprecherin Gerlinde Lindner zitierte die Begrüßungswünsche, welche der damalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wolfgang Jäger an Pater Joy gerichtet hatte. Sie hoffte, dass diese in Erfüllung gegangen sind, dankte Pater Joy für sein priesterliches Wirken in Beidl und Stein und überreichte im Namen der Pfarrei ein Abschiedsgeschenk.

Pater Joy zeigte sich in seinen Abschiedsworten sehr berührt. Er dankte nicht nur für die beiden wunderschönen Gottesdienste, sondern auch für die vielen Ideen und Ratschläge, für die Unterstützung und für die Bereitschaft, Verantwortung in der Pfarrei zu übernehmen. Erfüllte und spannende Jahre seien es gewesen, die den Abschied schwer machen. Der scheidende Geistliche sagte bewegt: "Ich habe mich heimisch gefühlt in Beidl und in Stein. Ein Teil von mir bleibt immer hier!"

Ein Teil von mir bleibt immer hier.Pater Joy Padakootill
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