Zeltlager der Evanglischen Jugend in Plößberg
„Wie in einer anderen Welt“

Handwerklich begabte "fams" beschlossen am Family-Day eine Bank zu bauen. Bilder: hea (2)
Vermischtes
Plößberg
21.08.2016
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Eine Gruppe tobte sich am Family-Day lieber kreativ aus: zum Beispiel beim Bemalen von Stoffbeuteln.

Zum 17 . Mal veranstaltet die Evangelische Jugend (EJ) Weiden ihr Zeltlager in Plößberg. Obwohl das Gelände keine halbe Stunde von Weiden entfernt liegt, fühlen sich die Teilnehmer wie in einer anderen Welt.

"Lateinamerika - im Dschungel von Plößberg" lautete das Thema des Zeltlagers. Bei einem vielfältigen Programm aus verschiedensten Sport- und Freizeitaktivitäten und theologischen Einheiten rund um das Jahresthema verbrachten die Kinder zusammen mit ihren Teamern unvergessliche Tage im Lager. "Die Eltern planen ihren Urlaub sogar danach", erklärte geschäftsführender Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum.

Knapp 320 Kinder machten beim zweiteiligen Zeltlager mit. Rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiter betreuten sie. Während von 30. Juli bis 9. August Kinder von 7 bis 11 Jahren am "Lager Small" teilnahmen, fand für die Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren von 12. Bis 22. August das "Lager Large" statt. Die je 160 Kinder wurden dabei in Gruppen, sogenannte "families", eingeteilt. Diese bestand aus 12 Kindern und einem Betreuer. Erstmals waren dieses Jahr auch zwei Flüchtlingskinder mit von der Partie.

Die Leitung des Lagers hatten Teresa Schneider und Bodo Luber. Geschäftsführender Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum und Dekanatsjugendreferentin Doris Kick unterstützten sie. "Es ist hoch zu honorieren, dass sie ihre Ferien und freie Zeit für die Jugendarbeit zur Verfügung stellen", lobte Vitzthum.

Wie jedes Jahr wurde das Programm passend zum Thema gestaltet. Bei gemeinsamen Aktivitäten wie bunten Abenden, theologischen Einheiten, Workshops und Gottesdiensten beschäftigten sich die Teilnehmer mit sozialkritischen Themen und lernten andere Kulturen kennen. Neben verschiedensten Spiel- und Sportangeboten und Disko-Abenden führten die Beteiligten am Lagerfeuer ganze Show-Programme bestehend aus Gesang, Spiel und Theater auf. Besonders war in diesem Jahr das Geländespiel, bei dem die Teilnehmer im Wald übernachteten. "An jedem Tag findet etwas anderes statt, die Kinder wollen ja was erleben", merkte Vitzthum an .

Die ersten Zeltlager organisierte die EJ Weiden bereits in den 70er Jahren. Damals befand sich das Grundstück noch in Besitz der evangelischen Landeskirche Berlin. Seit 1999 ist das Dekanat Weiden Eigentümer des Zeltplatzes, die EJ betreibt den Platz. "Es liegt nicht mal eine halbe Stunde von Weiden entfernt und doch ist es irgendwie ganz weit weg", stellte Vitzthum fest. Mit einer Küche, Waschräumen und einem eigenen Lagerladen sei schließlich alles da, was das Herz begehrt. Wo letztes Jahr nur ein Zelt als Ersatz diente, kam in diesem Jahr zum ersten Mal auch die neu gebaute Teamer-Hütte zum Einsatz, welche bereits im Mai eingeweiht wurde.

Frühzeitige Planung


Für eine so große Veranstaltung mit immer mehr Teilnehmern bedarf es selbstverständlich einer ausführlichen Planung. "Die ersten Weichen werden immer schon am Jahresende gestellt", erklärte Vitzthum. Bei regelmäßigen Teamtreffen werden anschließend die Anmeldungen, Teameinteilungen, Schulungen und alles Weitere diskutiert und organisiert. "Da steckt viel Liebe und Herzblut drin", betonte Vitzthum.
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