An allen Ecken Sanierungsbedarf

Der Bereich Schulstraße mit Mesnerhaus (links) und dem sogenannten Rösl-Haus soll im Zuge der Dorferneuerung überarbeitet werden. Im Hintergrund die ehemalige Simultankirche, wegen der sich die Gemeinde Poppenricht einem Förderverein für Simultankirchen in der Oberpfalz angeschlossen hat. Bild: gf
Lokales
Poppenricht
02.04.2015
2
0

Dorfmitte, Dorfplatz, Schulstraße, Mesnerhaus und Rösl-Anwesen sowie der Platz vor dem Gerätehaus der Feuerwehr stehen ganz oben auf der Prioritätenliste Wenn es um die Dorferneuerung geht, sind die Gemeinderäte einer Meinung.

Die Dorferneuerung entpuppt sich als Großprojekt für Poppenricht. Ausgiebig sprachen die Mitglieder des Gemeinderates in ihrer jüngsten Sitzung über einzelne Punkte, die das Landschaftsplanungsbüro Neidl aus Sulzbach-Rosenberg vorbereitet hatte. Vorrangig sollen die St.-Michael-Straße, der Dorfplatz und die Schulstraße mit Parkplatz umgestaltet werden. Auch der Vorplatz des Feuerwehrgerätehaues steht mit bis zu vier neuen Bäumen ganz oben. Im Laubenweg soll ein neues Pflaster verlegt und der Fußweg aus Richtung Rathaus zur Kirche behindertengerecht umgebaut werden.

Kein Verständnis

Kein Verständnis zeigte SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt für Pläne, den Bereich um den Zebrastreifen über die St.-Michael-Straße nahe der Einmündung in die Waldstraße neu zu gestalten. Nichts sei gegen eine Einengung zur Geschwindigkeitsreduzierung einzuwenden, aber neuwertigen Straßenbelag wegreißen und dann pflastern, das gehe nicht. Am Kirchweihplatz sollen die Leitungen für Ver- und Entsorgung neu verlegt werden.

Aber vorher, so Bürgermeister Franz Birkl, sollte sich die Kirchweihgemeinschaft mit den Eigentümern zusammensetzen. Seine bereits im Jahr 2007 ablehnende Stellungnahme zu einem Bauvorhaben hielt der Gemeinderat aufrecht, weil Baugrenzen überschritten werden. Birkl ging außerdem auf die Gesellschafterversammlung der AOVE ein. Hier seien die Anschlussförderung für den Klimaschutzmanager, die entsprechende Teilzeitstelle sowie die Betreuung einer Masterarbeit zum Thema "Innenentwicklung" festgelegt worden. Das Ziel der Arbeit liege darin, Leerstände in AOVE-Kommunen abzubauen, wofür eventuell sogar Mittel aus der Städtbauförderung bewilligt werden könnten.

Beseitigung von Totholz und Rückschnitt von Bäumen in den Freiflächen der Kindergärten, beim Kinderspielplatz Neue Heimat, am Friedhof und in der Lindenstraße sei mit einer Fachfirma besprochen worden. In Altmannshof Richtung Laubhof und vor dem Rathaus seien die Schäden an zwei Bäumen so groß, dass nur noch die Entfernung Sinn mache, so Franz Birkl.

"Wenn's nix kost'"

Die Gemeinde habe sich einem Förderverein angeschlossen, der mit einem Radweg Simultankirchen verbindet und der am Freitag, 8. Mai, eröffnet werden soll. Übereinstimmend votierte der Gemeinderat, sich einem vom Landkreis ins Leben gerufenen Wettbewerb "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur anzuschließen. "Sind die Kriterien dafür bekannt?", wollte Lobenhofer wissen. Birkl betonte, dass die Teilnahme nicht mit Kosten verbunden sei. Daraufhin waren sich Andreas Kopf (CSU) und Gebhard Bertram (FW) einig: "Wenn's nix kost, dann mach ma mit."

Dem VdK-Ortsverband Luitpoldhütte wurde gestattet, das Gemeindewappen auf der Homepage zu verwenden. Dem "Qualitätsbonus plus" für Kindertagesstätten will sich die Gemeinde anschließen, was aber auch Mehrausgaben von 8500 Euro bedeutet. Waltraud Lobenhofer befürwortete den Einsatz für die Kinderbetreuung. Wolfgang Schmidt kritisierte die "große Politik", die verspreche und den Gemeinden die Umsetzung überlasse.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.