Bund, Freistaat, Bezirk, Landkreis und Kommune vor Ort - Barrierefreiheit wollen sie alle.
Behinderung bei Barrierefreiheit

Hans-Jürgen Haas (Dritter von rechts) und die Poppenrichter SPD-Gemeinderäte sind sich einig. Am besten wäre es, wenn alle Bushaltestellen barrierefrei wären. Zum Beispiel bei der Feuerwehr. Bild: wos
Lokales
Poppenricht
15.06.2015
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Auch beim Öffentlichen Personennahverkehr. Doch das ist gar nicht so einfach.

(wos) Das Thema war Schwerpunkt einer Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins, der als Experten Hans-Jürgen Haas, Geschäftsleiter des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS), zu einem Ortstermin eingeladen hatte.

Zunächst skizzierte Haas die rechtlichen Rahmenbedingungen. Barrierefreiheit umfasse alle Bereiche des ÖPNV von Fahrzeugen über Haltestellen bis zu Plänen und Ticketverkauf. Dadurch seien eine ganze Reihe unterschiedlicher Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gegeben. Außerdem gibt es laut Haas für die praktische Umsetzung der Barrierefreiheit eine ganze Reihe ungelöster Probleme. "Das Größte davon ist das Fehlen einer gesetzlichen Definition, wie zum Beispiel eine barrierefreie Haltestelle auszusehen hat. Andere Bundesländer sind uns da weit voraus." Trotz all dieser Problemstellungen sei es Wunsch des ZNAS, dass sich Kommunen und Landkreis als zuständige Straßenbaulastträger im Zuge der Nahverkehrsplanung mit der Thematik auseinandersetzen und Haltestellen barrierefrei ausbauen.

Vor dem Hintergrund der geplanten Dorferneuerung in Poppenricht und eines Beschlusses des Gemeinderats, barrierefreie Haltestellen haben zu wollen, wies SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt auf einen möglichen Umbau bei der Feuerwehr hin: "Den entsprechenden Antrag dazu werden wir schnellstmöglich in den Gemeinderat einbringen." Ziel sollte es sein, nach und nach die Haltestellen im Gemeindebereich ohne Stufen oder Treppen auszubauen.
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