Das alte Auto hat ausgedient

Lokales
Poppenricht
29.09.2014
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Die Traßlberger Feuerwehr rüstet sich für die Zukunft. 200 000 Euro soll das neue Einsatzfahrzeug kosten - ein dicker Brocken für den Haushalt der Kommune. Doch der Gemeinderat signalisiert Zustimmung.

Um das Geld ging es wieder einmal bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Poppenrichter Rathaus, denn die Freiwillige Feuerwehr Traßlberg will das gut 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug Tanklöschfahrzeug (TLF) 8/18 durch ein modernes TLF 3000 ersetzen und benötigt dafür knapp über 200 000 Euro. Kommandant Günter Pirkl betonte, dass sich die Feuerwehr seit etwa vier Jahren mit der Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges befasse. Das alte TLF 8/18 sei längst nicht mehr zeitgemäß.

Unter 3,20 Meter

Das TLF 3000, erklärte Pirkl, habe eine Bauhöhe von weniger als 3,20 Meter, was bei einigen Bahnunterführungen in der Gemeinde Poppenricht von Bedeutung sei. Die Feuerwehr sei mit 18 Maschinisten gut aufgestellt, so dass immer Fahrer mit entsprechendem Führerschein zur Verfügung stünden.

Für die Neuanschaffung plädierte Bürgermeister Hermann Böhm (CSU). Die "hochtechnisch ausgebildete Feuerwehr Traßlberg" dürfe nicht mit überalterten Fahrzeugen in den Einsatz geschickt werden, argumentierte er. CSU-Fraktionssprecher Andreas Kopf sagte, es sei ein falscher Weg, an der Sicherheit der Bürger zu sparen. SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt befürwortete zwar grundsätzlich die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges, die Belastung für den Gemeindehaushalt müsse sich aber in Grenzen halten, gab er zu Bedenken. Schließlich gab der Gemeinderat grünes Licht für Förderantrag, Fahrzeugplanung und Ausschreibung. Das Gremium will aber über den tatsächlichen Kauf erst zu gegebener Zeit entscheiden.

In seinem Bericht wies Bürgermeister Franz Birkl auf die Verkehrsschau vom August hin, bei der Verkehrsbehörde und Polizei an ihrer bisherigen Ansicht festhielten, die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Häringloher Straße nicht auf 30 Stundenkilometer zu beschränken. Die Verkehrsschau habe auch ergeben, dass einige Verkehrsschilder im Gemeindebereich abgebaut werden können. Anfang September habe ein gerichtlich bestellter Sachverständiger angebliche Hohlräume unter den Straßen des Baugebiets Sünderbühl gesucht. Zur Überprüfung eventueller Setzungen sollte dem Sachverständigen ein Privatgutachten der Firma Startausschek überlassen werden. Die sei jedoch mit der Begründung abgelehnt worden, dass sich das Gutachten überhaupt nicht auf Absenkungen im Gehsteigbereich beziehe.

Martin Menzel hört auf

Martin Menzel bat um seine Entlassung als Klimaschutz- und Energiebeauftragter zum Jahresende. Er berichtete aber noch über den Energieverbrauch im Kindergarten, Feuerwehrhaus und Bauhof in Traßlberg. Den Mehrverbrauch an Strom im Kindergarten Poppenricht führte Menzel auf laufende Baumaßnahmen zurück. Für Schule und Turnhalle seien die Kosten für Strom und Heizung ebenfalls gestiegen, Grund hierfür könnten ebenfalls Baumaßnahmen sein. Die alte Heizung für Schule, Rathaus und Kinderkrippe habe über elf Tonnen Kohlendioxid "produziert". Daher sollte die angedachte Umstellung auf erneuerbare Energie schnellstmöglich vollzogen werden.
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