Das Kern-Wegenetz im Bereich der Gemeinde Poppenricht soll ausgebaut werden. Die dafür vorgesehenen Straßen genießen oberste Priorität und sollen bis 2018 fertiggestellt sein.
Mitten durch die Kirwa-Wiesn

Lokales
Poppenricht
28.11.2014
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(gfr) Die entsprechenden Planungen stellte Bürgermeister Franz Birkl dem Gemeinderat bei dessen Sitzung vor. Mit bis zu 85 Prozent werden diese Ausbaumaßnahmen gefördert; die der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils/Ehenbach (AOVE) angehörenden Kommunen könnten bis zu zehn Millionen Euro an Zuschüssen bekommen.

Dafür Stromanschluss

Betroffen ist die Schäfloher Straße in Poppenricht, die durch eine neue Trasse über den Kirchweihplatz bis zur Einfahrt in den Friedhof den Ortskern umgehen soll. Der Jugendbeauftragte Johannes Hauer meinte: "Wenn die neue Straße Richtung Schäflohe schon durch die Kiwa-Wiesn geht, könnten wir denen wenigstens einen ordentlichen Stromanschluss verlegen." Franz Birkls Antwort: "Das lässt sich machen."

Vom Wertstoffhof in Richtung Gemeindeverbindungsstraße nach Altmannshof wird eine auch für größere landwirtschaftliche Fahrzeuge geeignete Trasse die Durchfahrt in Traßlberg entlasten. Ferner soll der Flurweg vom Sportplatz in Traßlberg Richtung Schwaighof ausgebaut werden, außerdem die Verbindung zwischen Altmannshof und Sulzbach-Rosenberg.

Für den Rechnungsprüfungsausschuss der Gemeinde stellte der Vorsitzende Michael Eckl fest, dass innerörtliche Baulücken zwar vermindert worden, aber immer noch große Lücken vorhanden seien. Die Schließung liege nicht in Gemeindehand, da die Grundstücke in Privatbesitz seien. Grundsätzlich seien Haushaltsplan und -satzung eingehalten worden. Wirtschaftlich, sparsam und mit geringem Personal- und Sachaufwand habe die Verwaltung gearbeitet. Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung und Bestattungswesen müssten kostenmäßig überdacht werden, um ein Gesamtdefizit von fast 200 000 Euro nicht noch größer werden zu lassen.

Zusammenfassend betonte Eckl, dass die für 2103 vorgesehene Kreditaufnahme von knapp über zwei Millionen Euro um gut 200 000 Euro unterschritten worden sei, die Pro-Kopf-Verschuldung aber bei 1084 Euro liege. Rathausneubau, Kindergarten und Krippe seien große Ausgabenposten gewesen. Die Gemeinde sei mit insgesamt 3,6 Millionen Euro verschuldet, sagte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses. Deshalb müsse die Kommune sparen - ab dem Haushalt 2015 dürfe es zu keiner weiteren Kreditaufnahme kommen.

Wasser wird teurer

Auch die überörtliche Rechnungsprüfung durch das Landratsamt hatte zu geringe Sätze für Wasser und Abwasser angemahnt, so dass bei der Sitzung die Anhebung der Sätze auf der Tagesordnung stand. Eine Modifizierung der Entwässerungssatzung wurde zurückgestellt, weil die Stadt Amberg erst wenige Stunden zuvor eine Änderung der Durchleitungskosten durch das städtische Kanalnetz zur Kläranlage in Theuern in Aussicht gestellt hatte.

Bezüglich der Wasserversorgung schlug die Verwaltung vor, den Kubikmeter-Nettopreis von 1,34 auf 1,50 Euro anzuheben; kostendeckend wären hier 2,23 Euro. Für die CSU-Fraktion seien 1,45 Euro ausreichend, meinte Andreas Kopf. Markus Zagel unterstützte den Verwaltungsvorschlag mit dem Hinweis, dass für einen dreiköpfigen Haushalt jährliche Mehrkosten von 15 Euro tragbar seien. Mit den Stimmen der CSU-Mehrheit wurden schließlich 1,45 Euro zuzüglich sieben Prozent Mehrwertsteuer beschlossen, wobei über eine weitere Erhöhung nachgedacht werden soll, falls Amberg den Wasserpreis anhebt.
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