Die Verschmutzung von
Die Tretminen eintüten

Lokales
Poppenricht
31.01.2015
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Gehwegen durch Hundekot sowie der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen am westlichen Ortsausgang verbunden mit dem Bau von Überquerungshilfen an der Staatsstraße 2040: Es waren zwei Themen, die die Sitzung des Gemeinderats beherrschten.

(gfr) Die Anzahl der Zuhörer war weitaus größer als die der Gemeinderäte - laut Bürgermeister Franz Birkl ein Hinweis, dass das Gremium wichtige Punkte abzuarbeiten habe.

Für Zusammenarbeit

Was die mehrheitlich aus Wirnsricht kommenden Bürger interessierte, war, wie Poppenricht zur interkommunalen Zusammenarbeit mit Sulzbach-Rosenberg beim Breitbandausbau in diesem Ortsteil steht. Die Nachbarstadt will Siebeneichen und Kropfersricht mit einem schnellen Anschluss versorgt sehen und Poppenricht würde sich gern diesem Vorhaben anschließen. Die Ausschreibung solle, so Verwaltungsleiter Hartmut Gawlik, technikneutral erfolgen. Derzeit gehe man von einer Verwirklichung bis Ende 2016 aus. Einstimmig fiel der Gemeinderatsbeschluss für eine Zusammenarbeit mit Sulzbach-Rosenberg aus.

Barrierefreie Haltstellen

Kontroverser wurde das Thema barrierefreie Bushaltstellen an der Staatsstraße 2040 im Bereich der Einmündung Hirtengrund abgehandelt. Einig war man sich bei der Querungshilfe in der Fahrbahnmitte, aber gegensätzliche Ansichten vertraten die Fraktionssprecher bei den barrierefreien Haltestellen. Die Gesamtmaßnahme werde etwa 250 000 Euro kosten, sagte Bürgermeister Franz Birkl, wovon auf die Gemeinde Poppenricht gut 25 Prozent entfallen sollen.

Grundsätzlich befürwortete SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt eine barrierefrei Haltestelle, aber dann müsse diese beim Gasthaus Drei Mohren und nicht am Ortsende angelegt werden. FW-Gemeinderat Kurt Köhler meinte, man solle sich das Angebot des Straßenbauamtes nicht entgehen lassen. Einstimmig traten die Gemeinderäte für eine barrierefreie Haltestelle an der Staatsstraße 2040 ein, aber nur die Mehrheit aus CSU und FW sprach sich für den Standort nahe der Einmündung zum Hirtengrund aus.

In der Bürgerversammlung angestoßen, hatte sich der Gemeinderat mit der zunehmenden Verschmutzung von Gehwegen durch Hundekot zu befassen. Wo stellen wir Kotbeutelstationen auf, wer sammelt den Dreck ein?, fragte CSU-Sprecher Andreas Kopf. Waltraud Lobenhofer sprach sich für Kontaktaufnahme mit anderen Kommunen aus, und Wolfgang Schmidt fand es traurig, dass sich der Gemeinderat mit diesem Thema überhaupt befassen müsse. Laut Hartmut Gawlik gebe es einfache Kotbeutelspender ab 70 Euro das Stück, mit Abfallbehälter lägen die Angebote zwischen 300 und 700 Euro.

Vorerst nur zehn

Das Gremium beschloss, vorerst zehn Beutelspender anzuschaffen, die schwerpunktmäßig in Traßlberg und Poppenricht am Ortsausgang aufgestellt werden. Je nachdem, wie die Hundehalter das Angebot nutzen, will man weitere Stationen kaufen.
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