Energiefressern auf der Spur

Lokales
Poppenricht
06.10.2014
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Das Thema kennen viele Vereine mit eigenen Heimen, die in die Jahre gekommen sind: Die Kosten laufen aus dem Ruder, insbesondere jene für Heizung, Strom und Wasser. Beim SVL Traßlberg krempelt man deshalb jetzt die Ärmel hoch, um gegenzusteuern - auch mit Unterstützung durch die AOVE.

BLSV-Klimacheck - was nun? Hilfestellung bei der Beantwortung dieser Frage gaben AOVE-Klimaschutzmanager Markus Schwaiger und Praktikantin Melanie Steidle den Verantwortlichen des SV Luitpoldhöhe-Traßlberg. Im Mittelpunkt stand dabei die Thematik der Umstellung der bestehenden Heizanlage auf einen neuen Energieträger sowie die energetische Sanierung des Gebäudes mit aktuellen Fördermöglichkeiten.

Alternativen aufgezeigt

Eine umfangreiche Analyse des aktuellen Energieverbrauchs sowie möglicher Einsparpotenziale stellte Markus Schwaiger, AOVE-Klimaschutzmanager, den SVL-Verantwortlichen vor. Ein Ziel einer Sanierung wird sein, den ölbetriebenen Zentralheizkessel durch eine ökologische und ökonomische Alternative zu ersetzen. Dazu stellte das AOVE-Team mehrere Alternativen mit Vor- und Nachteilen und groben Wirtschaftlichkeitsberechnungen vor.

Optimierte Mischung

Zur Disposition stehen eine Luft-Wasser- oder eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die Ausweitung der bestehenden Solarthermieanlage und eine optimierte Mischung aus Solarthermie mit geeigneter Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage. Alle Varianten werden durch einen zusätzlichen Pufferspeicher ergänzt.

Auch Energieeffizienz und -einsparung standen auf der Tagesordnung. Der größte Stromverbrauch liege bei der Flutlichtanlage, so Schwaiger. Die Amortisationszeit durch den Einsatz von LED-Leuchtkörpern, bei denen ein Einsparpotenzial von 60 bis 75 Prozent vorhanden ist, betrage je nach Betriebsstunden zwischen knapp zwei und zehn Jahren.

Deshalb sei eine genauere Betrachtung notwendig. Für den Gastraum und den Kabinentrakt schlug der Klimaschutzmanager die Umstellung der Leuchtmittel vor. Da reine LED-Leuchten noch relativ teuer sind, könnten Retrofitleuchten eingesetzt werden, mit denen sich die Kosten um fast 80 Prozent reduzieren lassen.

Mustergültige Basis

Zur Senkung des Energieverbrauchs bei der Wärmeerzeugung könne eine Deckenisolierung im Gaststättenbereich dienen. Dabei sei mit einer Amortisationszeit von 26 Jahren zu rechnen. Bei einem zusätzlichen Fensteraustausch steige die Amortisationszeit auf 72,4 Jahre, so Markus Schwaiger.

Einig waren sich die SVL-Verantwortlichen, dass durch die ausführlichen Vorschläge zur energetischen Optimierung der SVL-Sportanlage eine mustergültige Basis für die weitere Vorgehensweise geschaffen wurde.
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