Entsetzt über Geschäftspolitik

Der Vorstand der Poppenrichter Sozialdemokraten unter Vorsitz von Roger Hoffmann (rechts) kritisierte die Entscheidung der Sparkasse, die Filiale in Witzlhof zu schließen. Bild: wos
Lokales
Poppenricht
08.10.2015
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Zu einem spontanen Ortstermin trafen sich die Poppenrichter Sozialdemokraten, als sie die Meldung über die geplante Schließung der Sparkassen-Filiale in Witzlhof erreichte.

"Wir sind entsetzt über die Geschäftspolitik der Sparkasse und fordern den Bürgermeister auf, aktiv zu werden", lautete die einhellige Meinung der Genossen. Diese Entscheidung der Bankverantwortlichen sei vor allem für die Senioren und nicht-mobilen Bürger ein schwerer Schlag. "Ich muss die Aussage des Vorstandsvorsitzenden Dieter Meier, dass Sparkassenkunden nur einmal im Jahr eine Sparkassenfiliale besuchen und im Gegenzug dazu 40 bis 50 Mal online aktiv werden, stark hinterfragen und kann dies nicht nachvollziehen", meinte Vorsitzender Roger Hoffmann.

Auch die Gemeinderäte Waltraud Lobenhofer, Wolfgang Schmidt und Markus Zagel sahen dieses neue "Geschäftsmodell" der Sparkasse, Geldgeschäfte in die Hand des Einzelhandels zu legen, sehr kritisch und forderten den Erhalt des Auszahlautomaten und, ähnlich wie es die Filiale der Volks- und Raiffeisenbank in Poppenricht praktiziert, eine zumindest teilweise Besetzung der Geschäftsstelle. Einig waren sich die Sozialdemokraten, dass die aktuelle Geschäftspolitik der Sparkasse die Gefahr beinhalte, dass immer mehr Bürger auf Online-Banken zurückgreifen. Unisono hieß es abschließend: "Wir sind froh, dass wir dank der Entscheidung des Gemeinderats, die Filiale der Volks- und Raiffeisenbank in das neue Rathaus zu integrieren und langfristig zu binden, eine regionale Bank in unser Gemeinde haben."
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