Fast wie in der Traumfabrik

Lokales
Poppenricht
05.12.2014
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Schüler unterrichten Schüler - dieses Projekt starteten die Grundschule Poppenricht und das Amberger Erasmus-Gymnasium. Die Kinder staunten nicht nur über Ananas, die unter Strom stehen, sondern auch über einen unerwarteten Knalleffekt.

Als am Ende des Schultags eine selbstgebaute Rakete abhob, war die Begeisterung perfekt. Erasmus-Schüler Martin Eichenseer ließ das Geschoss vor den Augen der Poppenrichter Zweitklässler starten. Die Lektion in Sachen Raumfahrt war nur ein kleiner Teil der Experimente, die die Schüler des P-Seminars Physik unter der Leitung von Alexandra Grothaus präsentierten.

Geheimschrift mit Milch

"Unter Strom" war der Versuch von Wenzel Huber und Benedikt Breitwieser betitelt. Die beiden stellten den Kindern die Frage, welche Materialien Strom leiten. Die Zweitklässler durften verschiedene Gegenstände in einen Stromkreis zwischenschließen. Da musste sogar eine Ananas als Stromleiter herhalten. Auch die Oberflächenspannung war Thema des Projekts. Die Gymnasiasten legten verschiedene Gegenstände in einen mit Wasser gefüllten Behälter. Ziel des Versuchs war, zu zeigen, dass nicht jeder Gegenstand schwimmt, weil die Auftriebskraft nicht immer größer als die Gewichtskraft ist.

Manuel Dworzak und Dominik Wagner warteten mit "Brandaktuellen Nachrichten" auf. Sie ließen die Kinder mit handelsüblicher H-Milch Buchstaben auf weißes Papier schrieben. Als diese durchsichtige Geheimschrift auf einem Toaster erhitzt wurde, wurde das Geschriebene wie von Zauberhand sichtbar. Die meisten Zweitklässler kannten dieses Experiment schon mit Zitronen- oder Apfelsaft als Tintenersatz.

Bennedikt Krieg und Steffen Wächter hatten wortwörtlich "Spaß mit Schall", mit ihrem Dosen-Telefon. Die ehrgeizigen Schüler wurden in Teams eingeteilt und mussten Botschaften mit Hilfe von Dosen übertragen. An einem Ende der etwa fünf Meter langen Schnur lauschten sie gespannt mit dem Ohr an der Dose, was am anderen Ende gesprochen wurde. Nur wenn das Seil auf Spannung blieb, gelang die Verständigung, denn es entstanden Schallwellen. Durch einen weiteren Versuch zeigten die P-Seminaristen, dass allein ein Trommelschlag genügend Schallwellen erzeugen kann, um eine Kerze auszulöschen.

Sich selbst geklont

Linda Dotzler und Martin Eichenseer sorgten mit ihrem Beitrag "Gebrochenes Licht" für Staunen. Sie legten ein Geldstück ohne das Wissen der Schüler unter ein Glas. Es sah so aus, als sei es in dem Behältnis. Nun wurde Wasser dazu gegossen und plötzlich war die Münze nicht mehr zu sehen. Die Grundschüler waren verblüfft und neugierig, wie dieser Trick wohl funktionieren könnte. Er entsteht durch den Ein- und Ausfallwinkel unseres Blickes, welcher durch das Wasser verändert wird.

Beim letzten Versuch "Wer wird Millionär?" von Andreas Pirke und Johannes Schmidt sollten die Kinder ein Geldstück mit Hilfe zweier Spiegel vervielfältigen. Durch richtiges Positionieren der Spiegel wurde aus einer winzigen Geldmenge ein Vermögen. Den Kindern machte es aber viel mehr Spaß, sich selbst zwischen den Spiegeln zu klonen.
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