Feuerwehr sorgt für Zündstoff

Der neue Vorstand mit (von links) Alfons Graf, Manfred Birner, Roger Hoffmann, Peter Hauselt, Markus Zagel, Richard Gaßner und Wolfgang Schmidt. Bild: ild
Lokales
Poppenricht
21.04.2015
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"Nachdem ich letztes Jahr nach dem Rücktritt von Michael Eckl den Vorsitz des Ortsverbandes übernehmen durfte, war dies für mich eine Selbstverständlichkeit. Selbstverständlich war für mich aber auch: Ich mache es nur bis zur nächsten Neuwahl."

Die kommissarische Vorsitzende der SPD Poppenricht/Traßlberg, Ingrid Kandziora, eröffnete die Jahreshauptversammlung im Sportheim des SVL Traßlberg mit einer klaren Ansage.

Nicht untätig seien die Mitglieder im vergangenen Jahr gewesen. Auf ein gut besuchtes Sommerfest, Beteiligung am gemeindlichen Ferienprogramm und Wanderungen mit dem langjährigen Vorsitzenden Alfons Graf blicke man zurück. "Wenn heute ein neuer Vorstand gewählt wird, wünsche ich diesem die gleiche Unterstützung, die auch ich erfahren habe. Meine hat er auf jeden Fall", versicherte Kandziora.

Aus dem Gemeinderat wusste Wolfgang Schmidt seinen Genossen zu berichten. Er sprach dabei über die Dorferneuerung in Poppenricht, die Versorgung der Gemeinde mit schnellem Internet, den Ausbau des Kernwegenetzes sowie den SPD-Antrag für ein gemeindliches Feuerwehrkonzept, welches im Gemeinderat jedoch abgelehnt worden war.

Für Zusammenarbeit

In Sachen Feuerwehrkonzept schieden sich jedoch auch die Geister innerhalb der Partei. "Eine enge Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren in der Gemeinde ist unbedingt nötig, um den Feuerschutz zu gewährleisten und finanzieren zu können", erklärte Schmidt. Dies solle Doppelanschaffungen von Fahrzeugen und Geräten vermeiden. Als Hauptargument für ein solches Konzept spreche außerdem, dass die Feuerwehren in Poppenricht und Traßlberg eine Tagesalarmstärke von einer gewissen Anzahl an Einsatzkräften in der heutigen Zeit und auch in Zukunft aufgrund vieler berufstätiger Feuerwehrleute nicht mehr gewährleisten könnten. Man müsse sich klar machen, dass die Kameraden aus Poppenricht und Traßlberg durchaus auch einmal zusammen in einem Fahrzeug ausrücken müssten.

Keine Fusion

Stellvertretender SPD-Ortsvorsitzender Manfred Birner brachte dem entgegen: "Ich bin selbst aktiver Feuerwehrmann der Traßlberger Wehr. Wer behauptet, mit über 80 aktiven Kräften könnten die Fahrzeuge nicht zu jeder Tageszeit besetzt werden und ausrücken, der erzählt großen Unsinn." Schmidt stellte daraufhin klar, dass man keine Fusion der beiden Wehren beabsichtige, sondern lediglich auf enge Zusammenarbeit bedacht sei.

Zu guter Letzt gratulierte Bezirksrat Richard Gaßner den neu gewählten Vorstandsmitgliedern.
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