Gegen ein Feuerwehrkonzept

Lokales
Poppenricht
02.03.2015
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Einig waren sich die Fraktionen im Gemeinderat über das Auswahlverfahren zur Breitbandversorgung und die Änderung des Bebauungsplanes Sinterbühl. Aber beim SPD-Ansinnen für ein Feuerwehrkonzept schieden sich die Geister: Der Antrag wurde schließlich mit 9:7 Stimmen abgelehnt.

(gfr) Kurz fiel der Bericht von Bürgermeister Franz Birkl aus, der betonte, dass bei einer Besprechung mit Aufwandsträger und Leitung die Grundschule ein positives Bild abgegeben habe. Mit der einfachen Dorferneuerung befasste sich der Gemeinderat in einer Klausurtagung: Demnach soll der Kirchvorplatz neu gestaltet werden, wofür die Gemeinde mit Fördergeldern und weiteren EU-Beihilfen rechnen kann. Die Planung werde in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Gedacht sei auch an eine Bürgerbeteiligung.

Gut angekommen ist laut Birkl das Begrüßungsgeld für die 26 im Jahr 2014 geborenen Kinder. Der Bürgermeister wies auch auf drei Wasserrohrbrüche hin, die im Februar für Aufregung gesorgt hätten. Bei einer Trinkwasseruntersuchung seien keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden.

Neun Parzellen

Mit der Änderung des qualifizierten Bebauungs- und Grünordnungsplanes für das Gewerbegebiet Sinterbühl befasste sich Werner Renner (Planungsbüro Renner und Hartmann Consult). Auf gut 0,7 Hektar Fläche seien neun Parzellen sowie dazwischen eine Erschließungsstraße vorgesehen. Die Gebäude dürfen als E + D und E + 1 errichtet werden. Sie müssen in der Firstausrichtung parallel zu einer Grundstücksgrenze stehen. Sattel- oder Pultdächer seinen erlaubt, auch Toskana-Dächer - erdfarben, rot, braun oder anthrazit. Im Bebauungsplan seien auch eventuelle Einzäunungen festgelegt, die Bepflanzung sollte mit heimischen Arten erfolgen. Die Erschließung, so Renner, werde ein zuverlässiger Privatinvestor erledigen.

Die unterschiedlichen Meinungen im Gemeinderat prallten beim Antrag der SPD-Fraktion zu einem Feuerwehrkonzept aufeinander. Vor zwei Wochen hatten die Sozialdemokraten vorgeschlagen, für Poppenricht ein solches zu erstellen, um mittel- und langfristig über künftige Investitionen entscheiden zu können. Nicht zeitliche Intervalle sollten für Neuanschaffungen ausschlaggebend sein, sondern der Bedarf. Das Konzept müsse möglichst rasch erstellt werden und zwar vor und nicht nach der Anschaffung des neuen Fahrzeugs TLF 3000 für die Feuerwehr Traßlberg, da damit bereits nicht revidierbare Fakten geschaffen seien.

SPD-Sprecher Wolfgang Schmidt meinte, dass im Konzept eine Auflistung der Einsätze und Geräte enthalten sein müssten. Aber auch, welche Aufgaben für die Wehren anstehen könnten. Die Feuerwehren Poppenricht und Traßlberg müssten nicht doppelt ausgestattet sein. Beide sollten ihre Vorstellungen einbringen. Die SPD, so Schmidt, wolle auf keinen Fall das neue TLF 3000 für Traßlberg verhindern. Bereits jetzt, so Markus Zagel, SPD-Gemeinderat und Kommandant der FFW Poppenricht, würden beide Wehren zusammenarbeiten und gemeinsam ausbilden, was auch Konrad Scharl (CSU) aus Traßlberger Sicht bestätigte. Gegen ein Feuerwehrkonzept sprach sich Bürgermeister Birkl (CSU) aus, da es heute wenig Sinn habe, sich auf die nächsten 20 Jahre festzulegen. Niemand könne absehen, welche Fahrzeuge auf dem Markt seien und wie es um die Feuerwehren bestellt sei, denn schon heute gebe es bei einem Tagesalarm Probleme, weil die Einsatzfahrzeuge nicht ausreichend besetzt werden könnten.

Kurze Beratung

Einen förmlichen Beschluss könnte man sich sparen, so Birkl, denn bei Entscheidungen seien Gemeinderat, Feuerwehren und deren Führung auf Kreisebene stets eingebunden. Nach kurzer interner Beratung hielt die SPD an ihrem Antrag fest, der aber mit 9:7 Stimmen abgelehnt wurde.

"Grünes Licht" hingegen gab es für den Antrag der Raiffeisenbank, an der Staatsstraße 2040 an der Einfahrt zur Schulstraße eine Werbe- und Hinweistafel aufstellen zu dürfen. Außerdem kann ein Landwirt am östlichen Ortsrand von Traßlberg eine Rinder- und Jungviehstellung bauen.
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