Neue Trasse schon wieder passé

Lokales
Poppenricht
22.12.2014
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Zwei der vier von der Gemeinde Poppenricht geplanten Straßen sind bereits wieder vom Tisch. Bürgermeister Franz Birkl bedauert vor allem, dass eine Maßnahme nicht zum Tragen kommt.

Bei der Bürgerversammlung in Poppenricht benannte Birkl die beiden Trassen, die nicht realisiert werden: die Verbindung von Altmannshof nach Rosenberg und die Entlastung der Schäfloher Straße in Poppenricht mit einer neuen Trasse außerhalb des alten Ortskerns neben dem Kirchweihplatz. Birkl erklärte den Bürgern, dass bei der abschließenden Besprechung mit betroffenen Grundstückseigentümern keine Einigung erzielt worden sei. Da keinerlei Verkaufsbereitschaft bestehe, müsse die Kommune ihre Pläne für den Straßenneubau aufgeben. Mit der Folge, dass für die Schäfloher Straße (von der St.-Michael-Straße bis zum Friedhof) weiterhin engste Straßenverhältnisse bestehen.

Förderung vielleicht weg

Kein Verständnis hatte 2. Bürgermeister Hermann Böhm für die Haltung der Grundstückseigentümer, da sie im Vorfeld Verkaufsbereitschaft signalisiert hätten. Doch nun bleibe der landwirtschaftliche Schwerverkehr im Ort. Im Zuge des Ausbaus des landwirtschaftlichen Hauptwegenetzes hätte Poppenricht Fördergelder bis zu einer Million Euro erhalten. Diese könnten nun verloren sein, wenn nicht andere förderwürdige Straßen infrage kämen, so Birkl.

Er widersprach der Auffassung, dass mit dem neuen Straßenabschnitt der dörfliche Charakter zerstört worden wäre. Befürchtungen in einem Antrag zur Bürgerversammlung, dass mit dem Ausbau des Kernwegenetzes bereits Fakten für die von der Stadt Amberg in ferner Zukunft geplante Westumgehung über Poppenrichter Gemeindegebiet geschaffen werden könnten und das Naherholungsgebiet für Poppenricht durchschnitten werde, zerstreute Birkl. Er stehe auch in Zukunft zu seiner Aussage und zur Ansicht des Gemeinderates, dass diese Westumgehung, sollte sie kommen, niemals über Poppenrichter Hoheitsgebiet führen werde. Überhaupt nicht tangiert sei das Naherholungsgebiet, denn die neue Straße wäre unter oder knapp neben einer bestehenden Stromtrasse geplant gewesen.

Verschmutzte Gehwege

In einem Antrag zur Bürgerversammlung wurde die Verschmutzung auf Gehwegen und Grünflächen durch Hundekot kritisiert. Der Antragsteller regte an, Spender für Hundekot-Beutel und entsprechende Abfallbehälter aufzustellen. Birkl kündigte an, dass sich damit der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen befassen werde. Kritisiert wurde die mangelnde Nutzung der Parkplätze am östlichen Rand von Poppenricht.
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