Nicht ohne die Bürger

Lokales
Poppenricht
20.06.2015
3
0

Bei der Dorferneuerung in Poppenricht ist Mitreden erwünscht: Die Gemeinde will ohne Zustimmung der Bürger nichts entscheiden. Das versicherte Bürgermeister Franz Birkl bei einer Infoveranstaltung.

Über 20 Projekte standen ursprünglich auf der Prioritätenliste für die einfache Dorferneuerung. Die meisten wurden in einer Vorauswahl als weniger notwendig erachtet. Aber der Bereich vor dem Feuerwehrhaus hat nun oberste Priorität, gefolgt von Dorfmitte, Dorfplatz und dem Mehrzweckstreifen entlang der St.-Michael-Straße.

Seit 2013 ein Thema

Bei einer weiteren Informationsveranstaltung im Schützenhaus Drei Mohren erläuterte Landschaftsarchitekt Manfred Neidl die vordringlichen Vorhaben. Er betonte aber auch, dass das Rösel-Anwesen aus dem Maßnahmen-Katalog ausgegliedert worden sei. Bürgermeister Franz Birkl erklärte, dass alle Bestandteile der Dorferneuerung noch überarbeitet werden könnten: Die Gemeinde wolle keine Entscheidungen ohne Zustimmung der Bürger treffen.

Es gibt Geld vom Amt

Manfred Neidl erinnerte daran, dass im Sommer 2013 erstmals über die Dorferneuerung diskutiert worden sei. Einen Monat später habe es eine Ortsbegehung gegeben. Nach einem Jahr sei ein Vorentwurf fertiggestellt worden, der nach weiterer Überarbeitung im Februar 2015 dem Gemeinderat präsentiert worden sei. Die angedachten Maßnahmen werden dem Amt für Landwirtschaft vorgelegt. Es leite das förmliche Verfahren ein und erlasse den Zuwendungsbescheid. Wenn dieser vorliege, zahle es die Fördermittel aus.

Die Prioritätenliste führt der Platz beim Feuerwehrhaus an: Er soll als Eingangstor nach Poppenricht angemessen gestaltet werden. Neidl schwebt hier ein Areal mit Rasengittersteinen und Bäumen vor. Diese müssten aber so hoch sein, dass sie die Feuerwehrfahrzeuge nicht beschädigen können. In einem schlechten Zustand ist die Häringloher Straße: Sie muss saniert werden, ebenso wie die St.-Michael-Straße im Bereich der Einmündung Schäfloher Straße. Kurz andiskutiert wurde eine Verbreiterung dieser Straße am Ortseingang nahe der Friedhofszufahrt. Neidl entgegnete dazu, dass die derzeit schmale Straße das Tempo reduziere, während eine breite Straße zu höherer Geschwindigkeit verleite.

Bessere Sicht in der Kurve

Im weiteren Verlauf der St.-Michael-Straße will Neidl die Böschung gegenüber dem Kinderspielplatz zurücknehmen, mindestens aber dafür sorgen, dass die enge Rechtskurve besser eingesehen werden kann. Beim Spielplatz kann sich der Landschaftsplaner Sitzgruppen, ein Kneipp-Becken und Outdoor-Fitnessgeräte vorstellen. Das Regenüberlaufbecken mit abgeflachtem Ufer sollte umzäunt werden. Große Maßnahmen sind beim Zebrastreifen an der Einmündung der Waldstraße nicht geplant, da hier der Straßenbelag keine Mängel hat. Von Vorteil wäre laut Neidl lediglich, durch eine Verengung der Straße "Geschwindigkeit rauszunehmen". Maßnahmen am Kirchensteig können nicht realisiert werden, da dieser Bereich Privatgrund ist. Eine aufwendige Rampe neben der Treppe zur Kirche hält Franz Birkl nicht für notwendig: Viel Fläche wäre erforderlich, außerdem gebe es über einen kleinen Umweg schon einen barrierefreien Weg aus Richtung Rathaus zur Kirche.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.