Poppenrichter Altbürgermeister Andreas Birner (78) verstorben - Lächeln Markenzeichen
Das Amt war sein größtes Hobby

Andreas Birner - so, wie viele ihn kannten. Er starb am Montag im Alter von 78 Jahren. Archivbild: Hartl
Lokales
Poppenricht
13.05.2015
30
0
Wer ihn kannte, wird sein schelmisch-verschmitztes Lächeln nie vergessen. Es hat den Altbürgermeister und Ehrenbürger von Poppenricht geprägt. Andreas Birner ist tot: Am Montag verstarb er nach kurzer Krankheit im Klinikum St. Marien in Amberg im Alter von 78 Jahren. Bodenständig, volksverbunden und ein Freund der Musik, insbesondere von Klängen der Klarinette, die er einst selbst so gern gespielt hatte - so wird der "Birner Rais" in Erinnerungen bleiben.

"Erster Mann"

Vielmehr aber noch als ein Kommunalpolitiker, dem nie der Sinn für das Machbare abhanden gekommen war. Dass dies nicht für seine Gemeinde galt, sondern auch über deren Grenzen hinaus, das unterstrich er während seiner Zugehörigkeit zum Kreistag von 1999 bis 2002.

Weit länger noch freilich war Birner "erster Mann" in Poppenricht. Er lebte dieses Amt 23 Jahre lang und blieb dabei stets seinem Motto treu, ein "Bürgermeister für alle" sein zu wollen.

Nichtsdestotrotz ließ der rechtschaffene Sozialdemokrat nie Zweifel an seiner politischen Gesinnung - und so wurde er im vergangenen Dezember für 50 Jahre SPD-Zugehörigkeit von Alfons Graf, dem Ehrenvorsitzenden des SPD-Ortsvereins Poppenricht-Traßlberg, langjährigen Freund und Wegbegleiter Birners, besonders gewürdigt.

Als Birner 2002 in den Ruhestand trat, sprach er selbst von seinem "größten Hobby", das er damit an den Nagel hänge. Begonnen hatte diese Laufbahn 1979, als er zum Nachfolger des gesundheitlichen angeschlagenen Hans Gebhardt gewählt worden war. Die Königsaufgabe hatte er bereits in der ersten Amtsperiode zu meistern, als es mit der Gebietsreform galt, die einst eigenständigen Gemeinden Traßlberg und Michaelpoppenricht zu einem Einheitsgebilde zusammenzufügen - und mit Leben zu erfüllen.

Noch hautnah aus der Ruhestandsperspektive miterleben durfte Andreas Birner den Neubau des Rathauses in Poppenricht und den Einzug der Verwaltung Ende 2013. Er selbst - und sein damaliger Gemeinderat - hatten einst just an dieser Stelle gewissermaßen den symbolischen Grundstein gelegt, als sie hier das erste Rathaus in Betrieb nahmen, samt späterer Vorplatzgestaltung.

Herz für Vereine

In die aktive Zeit des Witzlhofers fielen unter anderem die Errichtung der Kindergärten St. Anna und St. Michael, die Ausweisung von Baugebieten und der Neubau zweier Feuerwehrhäuser. Ein besonderes Herz hatte Birner stets für die Vereine und deren Anliegen. Für unzählige Verdienste, die er sich im Laufe der Jahre erworben hatte, durfte er sich gar manches ehrende Abzeichen umhängen oder ans Revers heften lassen. Stellvertretend dafür seien an dieser Stelle das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Goldene Bürgermedaille der Gemeinde sowie die Ernennung zum Ehrenmitglied im SPD-Ortsverein angeführt.

Andreas Birner hinterlässt seine Ehefrau Anneliese, einen Sohn, zwei Töchter und drei Enkelinnen. Die Trauerfeierlichkeiten beginnen am Samstag, 16. Mai, um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael in Poppenricht mit einem Sterberosenkranz. Um 10 Uhr folgt der Gottesdienst für den Verstorbenen. Die Beisetzung am Friedhof schließt sich an.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.