Erneut Thema im Poppenrichter Gemeinderat
Details zu den Drei Mohren

Politik
Poppenricht
29.04.2016
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Poppenricht. (gfr) Westlich des Leichenhauses (im Hintergrund) sollen auf den freien Flächen Baumbestattung (links) und anonyme Bestattung (rechts) möglich werden: Das hat der Poppenrichter Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die Verwaltung wird sich mit einer dafür notwendigen Satzung befassen. Eine Abordnung des Gemeinderates hatte sich in den Friedhöfen in Edelsfeld, Ensdorf, Rosenberg, Schnaittenbach und im Waldfriedhof in Sulzbach-Rosenberg über Urnenstelen und -gräber sowie die anonyme Bestattung in

Das ehemalige Wirtshaus Drei Mohren stand wieder einmal auf der Tagesordnung des Poppenrichter Gemeinderats: Der Investor, der hier einen größeren Neubau plant, hat nun detaillierte Planungen vorgelegt.

Die Zufahrt zum künftigen Drei-Mohren-Center erfolgt nach dem Konzept ausschließlich über die Straße Zum Sportplatz. Ob die an das Sportgelände angrenzende Parkfläche auch von der Otto-Hahn-Straße her angefahren werden kann, sei noch offen, merkte CSU-Fraktionssprecher Andreas Kopf an.

Feuerwehr-Kommandant Markus Zagel würde es aus Gründen des Feuerschutzes begrüßen, wenn der künftige Gebäudekomplex im Brandfall von zwei Richtungen aus angesteuert werden könnte. Wolfgang Schmidt (SPD) hätte gerne die Zusage des Investors, dass die reichlich vorhandenen Parkplätze auch von Fußball-Zuschauern genutzt werden dürfen.

Zustimmung der SPD-Fraktion fand ein Vorschlag des CSU-Ortsverbandsvorsitzenden Hermann Böhm: Dieser regte an, bei der Vergabe der Parzellen im künftigen Baugebiet Schillerstraße in Witzlhof Kaufinteressenten zu bevorzugen, die ihren Wohnsitz oder Arbeitsplatz in Poppenricht haben oder schon einmal ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde hatten.

In einem bestimmten Zeitfenster soll diese Zielgruppe zum Zug kommen, danach werde frei verkauft. Ähnlich dem Baugebiet An der Sonnenseite soll nach Vorstellungen der CSU für Familien mit Kindern eine Förderung angeboten werden.

In seinem kurzen Bericht wies Bürgermeister Franz Birkl auf eine aktuelle Analyse hin, die bestätige, dass das Amberger Trinkwasser keine Grenzwerte überschreite.

Eine Besprechung mit dem Straßenbauamt hat laut Birkl ergeben, dass keine größeren Straßenbaumaßnahmen geplant sind, die das Hoheitsgebiet der Gemeinde Poppenricht tangieren. Die vor Jahren angedacht Umgehung, eventuell durch den Erzberg, sei vom Tisch. Möglich sei, dass die B 85 weitläufig um Amberg herumgeführt werde, aber nicht auf Poppenrichter Gemeindegebiet.

Die Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt (SPD) und Andreas Kopf (CSU) waren sich einig, dass der Unfallschwerpunkt Sulzbacher-/Kokereistraße beseitigt werden muss. Schmidt meinte, dass die Poppenrichter CSU dazu mit ihren Amberger Parteifreunden Kontakt aufnehmen sollte. Sein Ortsverband sei bereits in Gesprächen mit der Amberger SPD.

Eine Beteiligung am Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" war schnell abgehakt: Keinen Erfolg trotz Dorferneuerung habe man bisher gehabt, sagte Andreas Kopf. Keine Chance sah auch Kurt Köhler - und Wolfgang Schmidt meinte, dass Poppenricht trotz großen Aufwands nicht zum Zuge komme. Roger Hoffmann regte an, diese Entscheidung auf die Tagesordnung einer Bürgerversammlung zu setzen.

Zustimmung fand eine vorerst zweijährige Beteiligung der Gemeinde am Projekt Simultanradweg mit jährlich gut 300 Euro. Ebenso einig waren sich CSU und SPD, dass Fahrradtouristen, die auf dieser Strecke unterwegs sind, nicht vor verschlossenen Kirchen stehen dürfen.

Die Empfehlung des Landratsamtes, keine Pestizide auf Gemeinde-Flächen auszubringen, nahmen die Räte zur Kenntnis. Franz Birkl betonte, dass Poppenricht ohnehin keine Pflanzenschutzmittel spritze. Auch habe keiner der Bauhofmitarbeiter eine entsprechende Erlaubnis. Wenn Gefahr im Verzug sei, unterstrich Markus Zagel - etwa, wenn sich Hornissen oder Wespen im Kindergarten einnisten -, müssten Ausnahmen aber zulässig sein. (gfr)
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