Gemeinde überzieht die Planung um 350 000 Euro
Haushalt zu knapp

Politik
Poppenricht
20.09.2016
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Der 2. Bürgermeister Hermann Böhm betonte im Gemeinderat bei der Bekanntgabe der Jahresabrechnung 2015, dass der Verwaltungshaushalt mit 5 468 600 Euro und der Vermögenshaushalt mit 1 635 067 Euro abschlossen. Der Gesamthaushalt wurde um knapp 350 000 Euro gegenüber dem Haushaltsansatz überzogen. Aus dem Verwaltungshaushalt seien dem Vermögenshaushalt 862 424 Euro zugeführt worden. Im Haushaltsjahr 2015 errechne sich ein Soll-Überschuss von 763 599 Euro. "Der vorgesehene Kassenkredit ist nur teilweise in Anspruch genommen worden", so Hermann Böhm. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrage aktuell knapp 1100 Euro.

Jeweils Fehlbeträge ergaben die Abrechnungen der Abwasserbeseitigung, bei der den Einnahmen in Höhe von 453 031 Euro Ausgaben von 559 657 Euro gegenüberstanden. Bei der Wasserversorgung seien fast 200 000 Euro ausgegeben worden, aber nur 124 446 Euro eingenommen worden, erklärte der 2. Bürgermeister. "Auch das Bestattungswesen weist einen Fehlbetrag von über 50 000 Euro auf."

Die Jahresabrechnung wird nun dem Rechnungsprüfungsauschuss vorgelegt.

Eine Neuregelung des Umsatzsteuerrechts kann dazu führen, dass auf Dienstleistungen der Gemeinde, etwa des Bauhofes, künftig 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden. Kämmerer Manfred Moser hatte im Vorfeld dem Gemeinderat empfohlen, die vierjährige Übergangslösung in Anspruch zu nehmen, nach der sich Poppenricht erst zum 31. Dezember 2020 verbindlich entscheiden muss, welches Umsatzsteuerrecht gelten soll.

Bedenken äußerten alle Fraktionen, dass ohne Personalaufstockung mit einer Steuerfachkraft die zusätzlichen Arbeiten im Poppenrichter Rathaus nicht zu bewältigen wären.
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