Gemeinderat Poppenricht beschließt neue Friedhofs- und Bestattungssatzung
Urnenstelen und -bäume

Politik
Poppenricht
09.11.2016
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Künftig gibt es Urnenstelen und -bäume auf dem Poppenrichter Friedhof. Einig waren sich die Gemeinderäte bezüglich der neuen Friedhofs- und Bestattungssatzung sowie der Bestattungsgebühren, die nicht geändert werden. Geprüft werden soll, ob biologisch abbaubare Urnen vorgeschrieben werden können.

In seinem Bericht wies Bürgermeister Franz Birkl auf den Stammtisch für Gewerbetreibende hin: Für den hatte die Gemeinde 250 Einladungen verschickt, aber nur zwölf Personen hätten das Angebot wahrgenommen. Der Stammtisch hatte sich für einen verkaufsoffenen Sonntag ausgesprochen, der im kommenden Jahr mit dem Herbstfest des SV Michaelpoppenricht zusammenfallen soll. Die Gemeinde wurde beauftragt, die rechtlichen Voraussetzungen für den verkaufsoffenen Sonntag abzuklären.

Regelmäßige Stammtische


Bei der Versammlung war auch festgelegt worden, dass der Stammtisch regelmäßig stattfinden soll und zwar am zweiten Donnerstag jedes Quartals, somit 2017 am 12. Januar, am 13. April, am 13. Juli und am 12. Oktober. Zusammen mit den Bürgermeistern Bernhard Lindner (Hahnbach), Peter Dotzler (Gebenbach) und Hermann Falk (Hirschau) habe er mit der BBV-Landessiedlung den Wegeausbau im Poppenrichter Gemeindegebiet besprochen, informierte Birkl. Für den Ausbau der Schäfloher Straße sei kein zusätzlicher Grunderwerb notwendig, die Hochspannungsleitung verlaufe in ausreichender Höhe, lautete eine Feststellung des Bayernwerks. Die Straße werde, so Birkl, als reine Oberbauverstärkung mit 4,5 Metern Breite ausgebaut. Eventuell notwendige Glasfaserleitungen werden gleich mit verlegt.

Birkl wies auf die gut besuchte Infoveranstaltung zur einfachen Dorferneuerung hin. Johannes Hauer kritisierte, dass an diesem Abend Vorschläge aus der Bevölkerung offensichtlich unerwünscht gewesen seien. Er regte eine Versammlung an, in der die Poppenrichter mehr eingebunden werden. Das befürwortete auch CSU-Sprecher Andreas Kopf, eventuell sei ein Arbeitskreis sinnvoll. SPD-Sprecher Wolfgang Schmidt sah in den Vorschlägen des Landschaftsarchitekten eine "Parkplatz-Beschaffungsmaßnahme". Das Potenzial des neuen Dorfplatzes müsse mehr herausgestellt werden, forderte Roger Hofmann. "Wir sollten uns für die Dorferneuerung Zeit nehmen", beruhigte Franz Birkl, "damit was G'scheits draus wird."

Im Heimatministerium in Nürnberg wurden die Zuwendungsbescheide für den Breitbandausbau in Siebeneichen und Wirnsricht übergeben. Der Zuschuss der Regierung der Oberpfalz beträgt nach Angaben des Bürgermeisters über 51 000 Euro. Die Gemeinde Poppenricht müsse im Haushaltsjahr 2016 knapp 13 000 Euro, 2017 dann gut 38 000 Euro einstellen. Ein Ortstermin sei bei der Skaterbahn erforderlich gewesen, denn Unbekannte hätten zusätzliche Geräte aufgestellt, die dann Bauhofmitarbeiter wieder entfernt hätten.

Zur Bepflanzung des Dorfplatzes in Traßlberg, des Spielplatzes Sinterbühl und am Friedhof habe es Ortstermine mit der Baumschule Lobinger gegeben, blickte 2. Bürgermeister Hermann Böhm zurück. Das 40-jährige Bestehen der Einheitsgemeinde Poppenricht soll mit einem Bürgerfest am Dorfplatz Traßlberg am 28. April 2018 gefeiert werden, so ein Signal der Vereinsvorsitzenden.

Viele viel zu schnell


In Wirnsricht wurden Geschwindigkeitsmessungen ohne und mit Anzeige durchgeführt und dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 Stundenkilometern ermittelt. Aber die aus Richtung Karmensölden kommenden Fahrzeuge waren gut zehn Stundenkilometer schneller unterwegs. Festgestellt wurde auch, dass aus Siebeneichen fünfmal so viele Fahrzeuge kommen wie aus der Gegenrichtung. Der Tempo-Spitzenreiter wurde mit 83 Stundenkilometern gemessen. Die Ergebnisse werden laut Franz Birkl nun der Polizei und dem Landratsamt zugeleitet.

Neue MülltonnenUm die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter der Müllentsorgung zu verbessern und die Arbeitsschutzgesetze einzuhalten, hat der Landkreis Amberg-Sulzbach festgelegt, dass ab 1. Juli 2017 nur noch rechteckige Mülltonnen mit Rädern entleert werden. Darauf wies 2. Bürgermeister Hermann Böhm in der Gemeinderatssitzung hin.

Die Jahresgebühren für die 50-Liter-Mülltonne beträgt 51 Euro, für die 60-Liter-Tonne 61,20 Euro. Neue Tonnen müssen beim Amt für Abfallwirtschaft angezeigt werden, das dann die entsprechende Müllmarke ausgibt. Die 60-Liter-Tonnen kann bei der Firma Veolia oder im Baumarkt erworben werden.

Böhm wies darauf hin, dass die Siedler- und Eigenheimergemeinschaft Poppenricht eine Sammelbestellung bei der Firma Meindl in Lappersdorf organisiert, die dann die 50-Liter-Mülltonnen zum Einzelpreis von 49 Euro nach Poppenricht ausliefern kann. Für Bestellungen oder Rückfragen ist Hermann Böhm (09621/6 56 87 oder 0173/9 45 38 14) Ansprechpartner. (gfr)


Wir sollten uns für die Dorferneuerung Zeit nehmen, damit was G'scheits draus wird.Bürgermeister Franz Birkl
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