Poppenrichter Gemeinderat legt zwei Hotspots fest
Vom Dorfplatz aus ins Internet

Roger Hoffmann (rechts) wurde in der jüngsten Sitzung als neuer Poppenrichter Gemeinderat vereidigt. Bürgermeister Franz Birkl (links) gratulierte, verbunden mit dem Wunsch auf gute Zusammenarbeit. Der neue SPD-Gemeinderat ist 48 Jahre alt, Berufssoldat, verheiratet und Vater zweier Kinder. Hoffmann ist Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Poppenricht-Traßlberg und des Sportvereins Michaelpoppenricht, außerdem engagiert er sich bei Flika, dem Förderverein der Kinderklinik von St. Marien Amberg. Bild: gf
Politik
Poppenricht
01.03.2016
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Bayern soll mit einem engmaschigen Netz von kostenfreien WLAN-Hotspots überzogen werden. Zwei dieser öffentlichen Internet-Zugänge sind in Poppenricht geplant. Dazu gab es Diskussionsbedarf im Gemeinderat.

Nach dem Ausscheiden des langjährigen Gemeinderates Michael Eckl rückte für diesen nun Roger Hoffmann nach. Er übernimmt von Eckl auch den Vorsitz des Rechungsprüfungs- sowie den Finanzausschuss. SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Schmidt ist Eckls Nachfolger im Bauausschuss.

Für wenig sinnvoll hält Schmidt das Angebot des Bayern-WLAN. Dagegen betonte sein Amtskollege von der CSU, Andreas Kopf, dass sich Poppenricht dieser technischen Entwicklung nicht verschließen sollte. Offenes WLAN gebe es schon fast überall, ergänzte Hermann Böhm. Horst Grünbauer meinte, dass dies gerade für Rad-Touristen ein Vorteil wäre.

"Bevor wir uns auf Standorte einigen, müssen wir die Reichweite abklären", sagte Roger Hoffmann. Je nach Geländeform könne der Zugriff aus 100 bis 300 Metern erfolgen, erklärte Markus Zagel. Schließlich einigten sich die Gemeinderäte auf die Dorfplätze in Traßlberg und Poppenricht als Hotspots. Die Kosten der Erst-Installation trägt der Freistaat.

Die Bürgervertreter stimmten auch einem Antrag der Vodafone Kabel Deutschland GmbH zu, Kabelkanalrohre in Poppenricht zu verlegen. Allerdings muss dabei gleich ein weiteres Reserve-Leerrohr mit eingebaut werden. Verwaltungsleiter Hartmut Gawlik kritisierte in diesem Zusammenhang, dass erst im vergangenen Jahr zwischen Traßlberg und Poppenricht im Gehweg Leitungen verlegt worden seien: Da hätten sich die Internetanbieter durchaus vorher absprechen können, meinte er.

Zügig wurde die einfache Dorferneuerung abgeklärt. Mit ihr soll vorrangig der Abriss des Rösel-Anwesens erfolgen. Außerdem soll der Gehweg entlang der St.-Michael-Straße Wirklichkeit werden.

Ende Januar sei eine Arbeitsgruppe gebildet worden, die sich mit der Umgestaltung der Spielplätze befasse, teilte Bürgermeister Franz Birkl mit. Zum Zustand des Rösel-Anwesens liege ein Wertgutachten vor. Doch das Gebäude werde wohl abgerissen. Dazu merkte Hermann Böhm an, dass im hinteren Bereich des Anwesens ein alter Backofen stehe, der durchaus erhaltenswert sei. Das Konzept für das Feuerwehrhaus in Poppenricht sei mit dem Landratsamt abgeklärt worden, fuhr Birkl fort. Dies gelte auch für die Baumfällarbeiten, die wegen der Funkmasten für das Internet in Altmannshof und Speckshof notwendig seien.

Der Haushalt für die Grundschule sei mit der Rektorin besprochen worden, so Birkl, und beim AOVE-Kernwegenetz seien er und Hermann Böhm als Vorsitzende bestellt worden, als Ortsvertreter seien Franz Scharl und Thomas Ulrich benannt worden.

Wirkungsloser ProtestBürgermeister Franz Birkl erinnerte in der Gemeinderatssitzung an die Übergabe einer Unterschriftenliste an die Vorstände der Sparkasse Amberg-Sulzbach: Ein Ausdruck des Protests gegen die Schließung der Filiale in Witzlhof. Vergeblich sei diese Aktion gewesen, ließ Birkl nun wissen. Die Sparkasse habe sich vom Bürgerprotest nicht beeindrucken lassen. Damit müsse man die Schließung der Zweigstelle Witzlhof wohl hinnehmen. (gfr)
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